Okt18

Über glückliche Eltern, Partner-Sharing und einen Betrugsfall mit Beyond Meat

Kategorie // Kolumne

Der ultimative Mafo-Wochenrückblick KW 42

Über glückliche Eltern, Partner-Sharing und einen Betrugsfall mit Beyond Meat
Beyond Meat ist derzeit in aller Munde. Allerdings zumeist nur im sprichwörtlichen Sinne, denn das heiß begehrte Fleischersatz-Produkt aus Kalifornien ist hierzulande aktuell nahezu überall ausverkauft. Umso fröhlicher waren einige der SPLENDID RESEARCH-Kollegen, als es am vergangenen Dienstag zum gemeinsamen Teamabend ins BrewDog zu Burger und Bier auf St. Pauli ging. Star der Speisenkarte dort ist nämlich: Der Beyond Meat Burger!
Beyond Meat ist derzeit in aller Munde. Allerdings zumeist nur im sprichwörtlichen Sinne, denn das heiß begehrte Fleischersatz-Produkt aus Kalifornien ist hierzulande aktuell nahezu überall ausverkauft. Umso fröhlicher waren einige der SPLENDID RESEARCH-Kollegen, als es am vergangenen Dienstag zum gemeinsamen Teamabend ins BrewDog zu Burger und Bier auf St. Pauli ging. Star der Speisenkarte dort ist nämlich: Der Beyond Meat Burger!

Doch um es vorweg zu nehmen. Die Freude währte bei den Bestellern in unseren Reihen nicht lange. Wir hatten nämlich einen ausgewiesenen Experten aus den Niederlanden dabei, der sich seit Wochen von nichts anderem mehr ernährt. Und so war schon nach dem ersten Anschnitt des raren Objekts der Begierde klar, dass es sich auf keinen Fall um das Original handeln könne. Was ja grundsätzlich nicht schlimm gewesen wäre, wenn man sich bei BrewDog zum Beispiel für den weniger anmaßenden Namen Vegan Burger entschieden hätte.

Sei´s drum. Ab diesem Moment begann auch erst die eigentliche Farce. Auf Nachfrage wurde zunächst noch einmal beteuert, dass es sich tatsächlich um ein originales Pattie des amerikanischen Herstellers handeln würde. Auf unsere Bitte hin, versprach die Bedienung jedoch, diese Aussage vom Küchenchef noch mal verifizieren zu lassen.

Das wenig überraschende Ergebnis: Man müsse dann doch einräumen, dass es sich nicht um ein Beyond Meat Burgerpattie handeln würde, aber das (billigere) Ersatzprodukt wurde schließlich ebenfalls von Beyond Meat geliefert. Hä? Eine Firma, deren Absatzzahlen durch die Decke gehen, jedes einzelne Pattie aus den USA nach Europa exportiert und bislang einen makellosen Ruf genießt, soll ernsthaft nachgemachte Konkurrenzprodukte liefern? Interessant. Wenn das Beispiel Schule machen sollte, beliefert Coca-Cola die Oscar-Verleihung demnächst wahrscheinlich auch mit der guten River Cola von Aldi, falls es kurzfristig zu Lieferengpässen kommen sollte.



Als "Entschädigung" kredenzte man dann noch ganz generös ein frisch gezapftes Pils. Eigentlich ja eine nette Geste, die nur leider nicht für alle „Plagiat-Opfer“ gelten sollte. Man beschränkte sich auf das eine Bier, um den Wortführer ruhigzustellen. Situation verschlimmbessert könnte man sagen, da am Ende einige genervte Kunden zurückblieben.

Und damit wäre – wenn auch etwas umständlicher als gewohnt – der Bogen zu einer Studie gespannt, die in der vergangenen Woche Aufmerksamkeit nach sich zog. Denn Rogator und execo Strategic Consulting haben beim Pricing Lab 2019 herausgefunden, dass sehr viele Kunden mit ihren Mobilfunkunternehmen alles andere als glücklich sind.

Vor allem sind die Nutzer von der Fokussierung auf das Neukunden-Marketing genervt – 36 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass Neukunden besser behandelt werden als Stammkunden. Daher verwundert es wenig, dass gerade bei den Jüngeren (unter 30 Jahre) die Wechselabsicht mit 22 Prozent ziemlich hoch ist. Zudem ist das Weiterempfehlungspotenzial zurückgegangen – am stärksten sind davon Vodafone und Deutsche Telekom betroffen.

Erfreulichere Ergebnisse lieferte eine Studie des DIW Berlin. Demnach sind Mütter und Väter heutzutage zufriedener mit ihrem Leben als noch vor 20 oder 30 Jahren. Die Hauptgründe hierfür: Die individuellere Gestaltung der Kinderbetreuung und eine größere Freiheit bei der Wahl zwischen Elternschaft und Erwerbstätigkeit. .

Besonders deutlich wird der Wandel bei den Antworten auf die Zustimmung zur Behauptung „Es ist für alle Beteiligten besser, wenn der Mann im Berufsleben steht und die Frau zu Hause bleibt und sich um den Haushalt und die Kinder kümmert“. Dieser Aussage stimmten in den 80er Jahren noch jeder Zweite zu – mittlerweile ist es nur noch jeder Fünfte.

Eine sehr interessante Studie zum Thema „Sharing Economy“ veröffentlichte YouGov. 53 Prozent der Befragten haben demnach aktuell gar kein Interesse an jeglichen Sharingangeboten, während 19 Prozent ein solches bereits genutzt haben oder planen dies zu tun (19 Prozent). Am häufigsten wird im Bereich Mobilität (67 Prozent) geteilt, gefolgt von Reisen und Touristik (61 Prozent), Kleidung und Mode (44 Prozent), Haushalts- oder Gartengeräte (28 Prozent), Technik (25 Prozent) und Coworking (22 Prozent). Wie viele Männer und Frauen dieses Prinzip in puncto Partnerschaft anwenden, geht aus der Studie leider nicht hervor.

Doch damit nun genug der Gehässigkeiten und Unterstellungen. Das Team von SPLENDID RESEARCH wünscht allen 1,2 Millionen Lesern ein erholsames Wochenende mit viel Spaß und Vorfreude auf die kommende Woche. Dann hoffentlich mit ein paar schönen Anekdoten von der Research & Results Messe aus München im Gepäck.

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