Nov08

Über einen verbalen Promi-Ausrutscher, Digital Detox und den legendären Mauerfall

Kategorie // Kolumne

Der ultimative Mafo-Wochenrückblick KW 45

Über einen verbalen Promi-Ausrutscher, Digital Detox und den legendären Mauerfall
Ein Riesen-Skandal erschütterte diese Woche ganz Deutschland. Schuld daran ist ausgerechnet unser – nach der Transformation von Veronica Ferres – nationales Vorzeige-Vollweib Barbara Schöneberger. Wie um Himmels Willen konnte es bloß dazu kommen, dass sich die vielseits beliebte Moderatorin sämtlicher Galas und TV-Shows einem wahren Shitstorm konfrontiert sah?
Ein Riesen-Skandal erschütterte diese Woche ganz Deutschland. Schuld daran ist ausgerechnet unser – nach der Transformation von Veronica Ferres – nationales Vorzeige-Vollweib Barbara Schöneberger. Wie um Himmels Willen konnte es bloß dazu kommen, dass sich die vielseits beliebte Moderatorin sämtlicher Galas und TV-Shows einem wahren Shitstorm konfrontiert sah?

Ganz einfach: Schöneberger hatte auf Instagram mit ihrer simplen Forderung „Männer! Bitte nicht schminken!“ eine Welle der Entrüstung losgetreten. Und da sich der Social Media Schwarm ja per se reflexartig auf Scheißhausparolen dieser Art stürzt, dürfte die Reaktion gerade einen Medien-Vollprofi wie die stets gut gelaunte Moderatorin eigentlich nicht sonderlich verwundert haben.

Deshalb meine - gänzlich uneigennützige - Empfehlung an Barbara Schöneberger: Am besten direkt eine Testimonialforschung (Human Brand Index) bei SPLENDID RESEARCH in Auftrag geben. Das Ganze nennt sich dann HBI (Human Brand Index) und mit dieser Methode lässt sich wunderbar der aktuelle Markt- und Werbewert von Prominenten ermitteln. Vielleicht stellt sich dabei ja sogar heraus, dass ihr Management unbedingt mal bei L´Oréal vorsprechen sollte.

Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass sich die Hater von heute schon morgen auf ein neues Opfer stürzen werden, und sich Deutschlands Moderatorin Nummer 1 wieder in Ruhe auf ihre eigentliche Kernkompetenz konzentrieren kann. Fraglicher denn je ist nur, ob ihr dann dabei überhaupt noch jemand aus der relevanten Zielgruppe zuschaut. Eine aktuelle Studie von Limelight Networks hat nämlich in mehreren Ländern das Fernsehverhalten untersucht und auf Basis der Ergebnisse den „State of Online Video-Report“ veröffentlicht.

Demnach hat der Konsum von Streaming-Videos global mit sechs Stunden und 48 Minuten pro Woche ein neues Allzeithoch erreicht. Das sind wahrlich keine besonders guten Nachrichten für das klassische lineare Fernsehen. 82 Prozent geben sogar an, Fans von Binge Watching (für die Älteren unter uns frei übersetzt: Extrem-Glotzen) zu sein. Der Anteil an Streaming-Dienst-Abonnenten ist innerhalb eines Jahres von 59 Prozent (2018) auf 70 Prozent (2019) gestiegen. Doch keine Panik: So lange Schöneberger auch für die ARD und das ZDF im Einsatz ist, hat sie einen krisensicheren Job. Denn meines Wissens gibt es bis dato noch keine Studie, die von einer rasant ansteigenden Anzahl an Silver Binge Watchern über 60 Jahre ausgeht.

Dass man überhaupt mal in die Verlegenheit kommen könnte, zwischen mehr als zwei verschiedenen TV-Programmen auswählen zu dürfen, hätten nicht wenige Bürger der ehemaligen DDR zu träumen gewagt. Das Marktforschungsinstitut Ipsos hat anlässlich des Mauerfalls vor nunmehr 30 Jahren, Menschen in Ost und West zu diesem außergewöhnlichen Ereignis und den Folgen befragt.



Das Empfinden ist bei den Menschen überwiegend positiv. Nur etwa jeder siebte Bundesbürger kritisiert den Fall der Mauer – dabei spielt es kaum eine Rolle, ob Ost- (14 Prozent) oder Westbürger (15 Prozent). Besonders die jüngeren Befragten unter 34 Jahren, die von der Wende wenig bis nichts mitbekommen haben, äußern sich positiv. Ebenso verhält es sich bei den Befragten mit besserer Bildung und einem höheren Einkommen. Nach diversen Berichterstattungen der jüngeren Vergangenheit, speziell aus dem Bundesland Sachsen, lesen sich solche Zahlen doch sehr erfreulich.

Allerdings scheint sich bei der Generation Z und den Millenials nun ein ganz anderer Trend anzudeuten: Digital Detox! Happy Thinking People hat die „Generation Digital“ im Rahmen einer aktuellen Studie zu diesem Thema befragt. Das Ergebnis: Die jungen Leute schätzen selbstverständlich die Vorzüge des Digitalen, doch zeitgleich wachsen die Zweifel und es macht sich ein ungutes Gefühl breit.

Dabei spielt Datensicherheit eine große Rolle, doch auch der schwindende Kontakt zu Familie und Freunden bleibt der „Head-down“-Generation nicht länger verborgen. Darüber hinaus empfinden die Befragten die digitale Dauernutzung als anstrengend und die alltägliche Tsunami-Welle an Nachrichten führt bei vielen zu einem Gefühl der Nervosität.

Was das angeht, bin ich ganz bei Barbara Schöneberger. Die konterte nämlich die Kritik an ihrer Aussage mit „Vielleicht bin ich zu alt!“. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein erholsames Wochenende. Gönnt euch bei eurem Netflix-Marathon auch mal ein wenig Digital Detox und schwelgt dabei in Erinnerungen, wie ihr den Mauerfall erlebt habt – geschminkt oder ungeschminkt.

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