Sep20

Über nachhaltige Reisen, rücksichtslose Autofahrer und warum Roberto Blanco am Ende die Lösung ist

Kategorie // Wochen-Rückblicke

Der ultimative Mafo-Wochenrückblick KW 38

Über nachhaltige Reisen, rücksichtslose Autofahrer und warum Roberto Blanco am Ende die Lösung ist
Seit Veröffentlichung unseres ersten Mafo-Wochenrückblicks steht hier bei uns im SPLENDID RESEARCH Büro das Telefon nicht mehr still. Aber warum bloß? Lobhudeleien auf den Verfasser dieses Textes? Natürlich nicht. Anfragen bis zum Abwinken? Leider auch nicht. Angebote für Druckerpatronen? Teilweise. Angebot für Hilfe bei der Suchmaschinenoptimierung? Schon ein paar mehr. Aber aufmerksame Leser werden wissen, dass der wahre Grund der zahlreichen Anrufe nur ein ganz anderer sein kann...
Seit Veröffentlichung unseres ersten Mafo-Wochenrückblicks steht hier bei uns im SPLENDID RESEARCH Büro das Telefon nicht mehr still. Aber warum bloß? Lobhudeleien auf den Verfasser dieses Textes? Natürlich nicht. Anfragen bis zum Abwinken? Leider auch nicht. Angebote für Druckerpatronen? Teilweise. Angebot für Hilfe bei der Suchmaschinenoptimierung? Schon ein paar mehr.

Aber aufmerksame Leser werden längst wissen, dass der wahre Grund der zahlreichen Anrufe nur ein ganz anderer sein kann: Natürlich wollten alle nur erfahren, ob tatsächlich einer der Herren Wolff und Fischer nach ihrem ESOMAR-Trip mit Schottenrock heimkehrte oder der Kilt womöglich schon als Dresscode eingeführt wurde.

An dieser Stelle kann ich aber Entwarnung geben und die erregten Gemüter beruhigen: Das modische Accessoire aus den Highlands hat sich nicht durchsetzen können. Zum Glück, möchte ich angesichts des nahenden Winters, einhergehend mit seinen frostigen Temperaturen meinen. So. Thema hiermit beendet! Schließlich ist das hier kein Mode-Blog, sondern ein seriöser, auf Daten und Fakten basierter Rückblick auf die Geschehnisse der vergangenen Woche, in unserer von Fehlern befreiten Welt der Marktforschung.

Als ich auf dem Weg zur Arbeit jedoch die Studienergebnisse von Criteo zum Thema Reiseverhalten und CO2-Fußabdruck gelesen habe, hätte ich um ein Haar das Lenkrad meines SUV verrissen. Vor Freude möchte ich betonen! Denn laut der Studie dürfen sich ein knappes Viertel (22 Prozent) der deutschen Reisenden fortan zur Gruppe der „Green Traveler“ zählen. Dafür muss man sich im vergangenen halben Jahr mindestens einmal dafür entschieden haben, eine ursprünglich geplante Reise, gar nicht zu buchen. Aber: Ist man dann streng genommen nicht ein Non-Traveler?

Egal. Halten wir uns nicht lange mit Wortklauberei auf, sondern widmen uns einer weiteren interessanten Studie – ebenfalls mit einem engeren Bezug zum Thema Umwelt. INNOFACT und Autoscout24 haben Kreativität und Forschungsdrang freien Lauf gelassen und sich letzten Endes für das Thema E-Tretroller entschieden. „Ach nö, nicht schon wieder diese nervigen Tretroller“, wird der eine oder andere jetzt sicherlich sofort denken. Und zugegeben, so erging es auch mir im ersten Moment, doch als ich bei einer meiner liebsten Nachrichtenquellen www.marktforschung.de die Überschrift „Gespaltene Meinung zu E-Tretrollern“ las, MUSSTE ich einfach auf den Artikel klicken. Raus aus dem Alltag, rein in ein paar Minuten knisternde Spannung à la Hitchcock, so die tollkühne Devise.

Und siehe da: Nach intensivem Studium der Ergebnisse (es wurden ausschließlich Autofahrer befragt) erfährt man dann auch tatsächlich einige wissenswerte – wenngleich nicht sonderlich überraschende – Einschätzungen zur aktuellen Stimmungslage zum neuesten Geniestreich der E-Mobilität-Gründerszene.

30 Prozent der Befragten sehen in den E-Scootern nämlich eine Gefährdung für den Straßenverkehr, 15 Prozent empfinden sie als störend und zwölf Prozent würden die Dinger am liebsten direkt ganz verbieten lassen. Freie Fahrt für freie Bürger? Das war einmal – und früher sowieso alles besser. Damals, in den 80er Jahren konnte man noch ungestört den superverbleiten rechten Fuß lang machen, ohne dass einem in der 30-Zone direkt irgend so ein Green Traveler nen Vogel gezeigt hat.

Aber zum Glück leben wir in einer Demokratie und da hat sich ein Jeder an gewisse Grundregeln und Gesetze zu halten, die am 15. September vor 70 Jahren im Grundgesetz verankert wurden. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Denn laut einer aktuellen Studie von YouGov und SINUS Markt- und Sozialforschung stehen 17 Prozent der Deutschen unserer derzeitigen Staatsform negativ gegenüber.



Die Zufriedenheit mit der hierzulande praktizierten Demokratie hängt der Studie zufolge auch stark mit der gewählten Partei zusammen. Während die Grünen-Wähler mit 79 Prozent am zufriedensten sind, liegen die Wähler der Linken (49 Prozent) schon deutlich darunter und erlangt bei den AfD-Wählern mit 19 Prozent seinen absoluten Tiefpunkt. Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) sieht die Demokratie aktuell sogar ganz in Gefahr. Die häufigsten Gründe für diese Befürchtung sind Rechtsextremisten (47 Prozent), Migranten (27 Prozent) sowie Linksextremisten und die USA (jeweils 22 Prozent). Zahlen die nachdenklich stimmen.

Deutlich erfreulicher sind die Ergebnisse einer Befragung des Jugendforschungsinstituts iconkids & youth. Ost und West scheinen hierzulande nämlich mittlerweile ziemlich gut zusammengewachsen zu sein – zumindest bei den Jugendlichen. Denn 81 Prozent der 13-19-Jährigen sind der Meinung, dass die andere Hälfte Deutschlands „ganz genau“ (70 Prozent) oder „ziemlich ähnlich“ (11 Prozent) so sind, wie sie selbst. Sieben Prozent der Befragten wussten noch nicht mal, dass Deutschland früher mal in zwei Staaten geteilt war. Zahlen die Hoffnung machen.

Ich schwinge mich gleich auf den Sattel meines Fahrrades, starte – auch ohne SUV, Bleifuß oder einem Fernreiseziel vor Augen - mit einem Lächeln im Gesicht und Roberto Blanco auf den Ohren ins Wochenende und freue mich schon auf kommende spannende Meldungen und Studien aus der Welt der Marktforschung.

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