Von Sportlervermarktung zum Human Brand Management – wie sich Jérôme Boateng strategisch positioniert

Analyse zur Branchenpassung von Jérôme Boateng

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In dieser Woche veröffentlichte der TV-Sender ProSieben seine neue Werbekampagne mit dem Fußballnationalspieler Jérôme Boateng. Bei der Testimonialauswahl wurde erfreulicherweise auch auf Daten von Human Brand Index zurückgegriffen. Bei uns hat der Fußballer bereits seit geraumer Zeit großes Interesse hervorgerufen, da er im Sommer letzten Jahres damit begonnen hat, sich strategisch als Human Brand zu positionieren.

Im Allgemeinen sind Sportler als Testimonials für die unterschiedlichsten Marken im Einsatz. Dabei sind sie und ihr Management sich oft nicht im Klaren darüber, dass Prominente mittlerweile selbst zu Marken werden – zu Human Brands. Der Human Brand eines Prominenten kann stark von dessen Persönlichkeit abweichen und wird maßgeblich von der Öffentlichkeit mitgestaltet. Dementsprechend geht Human Brand Management über eine einfache Vermarktung und Beratung hinaus und erfordert vor allem eine genaue Überprüfung, welches Image der Athlet hat, wie sich dieses nach außen transportieren lässt und bei welcher Zielgruppe er wie wirkt. Ein gezieltes Image-Management ermöglicht zudem, sich neben dem Sport in anderen Branchen zu verorten und über den Karrierezyklus hinweg verschiedene Facetten zu entwickeln. Damit vermeiden es Athleten beispielsweise, immer nur als ehemals Aktive und ausschließliche Experten für ihre Sportart gesehen zu werden.

Jérôme Boateng hat diese Entwicklung bereits 2015 erkannt und wechselte im letzten Jahr zum Management des US-amerikanischen Rappers Jay-Z. Er ist zurzeit der einzige Fußballer der bei Roc Nation Sports unter Vertrag steht. Mit seinem aktuellen Testimonialeinsatz für ProSieben, seiner eigenen Brillenkollektion bei Edel-Optics und dem Relaunch seiner Website stellt er seine Verbindung mit Lifestyle-Themen wie Mode und Musik in Vordergrund. Zusammen mit seinem neuen Management will er sich so als Marke sowohl außerhalb des Sports als auch international etablieren.

Die Daten unserer Human Brand Database zeigen, dass Jérôme Boateng das Potenzial hat, sich als Human Brand stärker im Bereich Mode, Musik und Entertainment aufzustellen. 46 Prozent seiner Kenner finden, dass er gut oder sehr gut zur Modebranche passt und 42 Prozent attestieren ihm eine gute Passung zu Schmuck und Uhren. Mit der Mobilfunk- und der Unterhaltungselektronikbranche assoziieren ihn weitere 40 Prozent. Diese Werte sind insgesamt als gut, aber noch ausbaufähig anzusehen. Eine bessere Passung erreicht der Fußballer hingegen im Bereich Sport/Fitness (82 Prozent), Automobil (62 Prozent) und Pflegeprodukte (58 Prozent).

Seine Kenner sehen ihn dementsprechend eher als sportlich, professionell, dynamisch und gesundheitsbewusst an. Boatengs andere, eher modische Seite wird dagegen noch nicht so deutlich wahrgenommen. Beim Persönlichkeitsfaktor Stil schneidet der Innenverteidiger insgesamt mittelmäßig ab, da er zwar als stylish (56 Prozent), aber nicht so sehr als elegant (32 Prozent) und sinnlich (23 Prozent) gesehen wird. Vorausgreifend urteilte dagegen die GQ-Redaktion und wählte ihn 2015 zu Deutschlands „Best Dressed Men“.

Zukünftig werden wir daher weiter beobachten, wie sich Jérôme Boateng abseits des Platzes als Marke weiterentwickelt. Spannend wird vor allem, ob es ihm gelingt, nach seiner Karriere verstärkt mit Mode und Musik assoziiert zu werden. Dem ehemaligen englischen Nationalspieler David Beckham gelang bereits der Wechsel in die Modebranche. Seit mittlerweile vier Jahren tritt er als Testimonial für das schwedische Textilunternehmen H&M auf und wird verstärkt mit Mode in Verbindung gebracht.

Top 10 Branchenpassung Jérôme Boateng

Studiendaten

Erhoben durch SPLENDID RESEARCH GmbH
Erhebungszeitraum Oktober 2015
Stichprobengröße 321
Region Deutschland
Altersgruppe 15 bis 69 Jahre
Erhebungsart Onlinebefragung
Veröffentlicht durch HUMAN BRAND INDEX
Veröffentlichungsdatum Juni 2016
Studie beziehen Human Brand Index
Hinweise keine
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