Reichweite und Publikum von Prominenten in den sozialen Netzwerken

Studie: So wird die Social Media Präsenz von Prominenten wahrgenommen

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Es gibt kaum noch Prominente, die nicht mindestens ein Profil in einem sozialen Netzwerk haben. Viele Stars sind sogar gleich mehrfach vertreten mit offiziellen Accounts bei Facebook, Instagram und Twitter. Teilweise haben Sie dort Millionen von Fans und Followern – Spitzenreiter sind Fußballer Christiano Ronaldo und Sängerin Shakira mit jeweils über 100 Millionen Facebook-Fans. Dazu kommt das Phänomen der YouTube-Stars, die für viele 15- bis 29- Jährige die wichtigsten Prominenten sind und die Ihre Berühmtheit direkt online geschaffen haben. Im kleineren Maßstab gibt es das Phänomen auch bei Pinterest und Tumblr. Für Testimonial-Werbung scheinen die VIP-Profile in den sozialen Netzwerken wie geschaffen: eine hohe Reichweite trifft auf geringe Marketing-Kosten und eine junge Zielgruppe, die gelungenen Online-Content gerne weitergibt.

Aber wer sind die Online-Fans? Würden sie sich alle auch offline als Fans bezeichnen oder handelt es sich vor allem um Sympathisanten? Wie groß ist der Anteil von Hatern auf den Prominenten-Seiten und wie sollten Prominente mit Hass-Kommentaren umgehen? Folgen die Nutzer der sozialen Netzwerke in der Regel nur einem Star oder haben sie ganz viele Profile abonniert? Und vor allem: nehmen sie Postings auf den Internetpräsenzen der Prominenten überhaupt wahr und verbreiten sie sie auch weiter? Diese Fragen haben wir in unserer Studie zu Prominenten in den sozialen Medien beantwortet. Eine kurze Zusammenfassung bringt dieser Artikel, die ausführlichen Ergebnisse finden Sie in unserer Studie, die sie über diesen Link kostenlos downloaden können:

Die meisten Online-Fans sehen sich selbst offline nicht als Fans, sondern als Sympathisanten. Das liegt daran, dass der Anteil der „Real-Life-Fans“ nur 16 Prozent in der Gesamtbevölkerung beträgt. Diesen Wert toppen die meisten sozialen Netzwerke allerdings locker. Vor allem auf Tumblr (38 Prozent), Instagram (32 Prozent), Twitter (26 Prozent) und YouTube (24 Prozent) finden sich mehr echte Fans, als selbst bei der jungen Altersstruktur zu erwarten wären.

Die Celebrities konkurrieren dabei online untereinander um Aufmerksamkeit. Den meisten Prominenten mit durchschnittlich fünf Profilen folgen Instagram-Nutzer. Dahinter liegen Twittter-User mit vier und Facebook-Mitglieder mit durchschnittlich drei Profilen. Die User unterscheiden sich hier jedoch stark: Während auf Facebook der Hälfte gar kein Prominenter gefällt, folgen 19 Prozent der Befragten auf Instagram elf Promi-Profilen oder mehr.

Die Beiträge der Prominenten lesen oder sehen etwa 60 Prozent regelmäßig. 41 Prozent nutzen daneben die Möglichkeit, sich online gezielt über die berühmte Person zu informieren. Beiträge kommentieren oder teilen hingegen nur 23 Prozent der Follower. Hier stechen insbesondere Tumblr, Pinterest und Instagram hervor, bei denen sich über 30 Prozent aktiv mit den Postings der Prominenten beschäftigen.

Was den Umgang mit unerwünschten Hater-Kommentaren umgeht, zeigen sich die Deutschen gespalten: Etwa die Hälfte der Befragten gesteht den Prominenten das Recht zu, beleidigende Beiträge zu löschen. Die andere Hälfte plädiert in der Regel für das Ignorieren. Wenn im Gegenzug die prominente Person persönlich beleidigend reagiert, findet das nur eine Minderheit von etwa acht Prozent in Ordnung. Das zeigt, dass Prominenten auch in den sozialen Netzwerken eine starke Vorbildfunktion zuerkannt wird und die Social Media-Profile von der Hälfte der Onliner nicht als private Website der Celebrity, sondern als öffentliches Forum verstanden werden.

Knapp die Hälfte aller User sozialer Netzwerke bezeichnet sich als passive Nutzer, die sich nur Inhalte anschauen, die andere Leute hineinstellen. Die Follower von Prominenten sind in dieser Hinsicht aktiver, hier ordnen sich nur 40 Prozent als passive Nutzer ein.

Diese Selbsteinschätzung wird auch durch konkretes Verhalten bestätigt: Während 73 Prozent der Online-Fans angeben, regelmäßig Dinge zu liken, tun dies nur 41 Prozent der User, die keinem Prominenten-Profil folgen. Ein weiterer deutlicher Unterschied besteht beim Hochladen von Bildern und Videos; 44 Prozent der Follower von Prominenten tun dies regelmäßig, während nur 19 Prozent visuellen Content einstellen. Differenzen ergeben sich außerdem beim Empfehlen / Teilen von Inhalten (+22 Prozentpunkte bei Anhängern von Prominenten), beim Kommentieren der Beiträge anderer User (+17 Prozentpunkte) und beim Schreiben eigener Beiträge (+12 Prozentpunkte).

Nur 3 Prozent der User insgesamt geben an, Content selbst zu produzieren oder zu editieren, wie etwa Videos oder Blogposts zu erstellen. Unter den Online-Fans sind es jedoch 5 Prozent, während die übrigen Online-User nur auf 1 Prozent kommen. Insgesamt sind die Follower von Prominenten also deutlich aktiver als die übrigen User sozialer Netzwerke. Dies gilt im Übrigen unabhängig vom Alter.



Stellenwert von Prominenten in den sozialen Netzwerken

Studiendaten

Erhoben durch SPLENDID RESEARCH GmbH ®
Erhebungszeitraum Oktober 2015
Stichprobengröße 1.020
Region Deutschland
Altersgruppe 15 bis 69 Jahre
Erhebungsart Onlinebefragung
Veröffentlicht durch HUMAN BRAND INDEX
Veröffentlichungsdatum Februar 2016
Herkunftsverweis Human Brand Index
Hinweise keine
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