Studie: Deutsche bereit für elektronische Gesundheitsakte

Erhebung von Akzeptanz, Erwartungen und Bedenken gegenüber elektronischen Gesundheitsakten

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Mit der Grundlagenstudie Elektronische Gesundheitsakte hat das Hamburger Institut SPLENDID RESEARCH erstmals eine in diesem Umfang verfügbare Untersuchung rund um das Thema elektronische Gesundheitsakte veröffentlicht.

Das Nutzerpotenzial für elektronische Gesundheitsakten ist beachtlich: Ganze 56 Prozent der Deutschen zeigen sich im Rahmen der Erhebung an einer Nutzung interessiert, nur 10 Prozent lehnen diese ab. Ein gutes Drittel ist noch unentschlossen.

Die Erhebung des aktuellen Gesundheits- und Informationsverhaltens der Deutschen bestätigt den Befund des überraschend breiten Interesses eindeutig: Momentan nutzen gut 20 Prozent der Deutschen bereits ein medizinisches Digitalangebot (z.B. eine Coaching- oder Therapie-App) und weitere 40 Prozent zeigen sich daran interessiert. Gleichzeitig halten 65 Prozent die ständige Verfügbarkeit wichtiger Gesundheitsinformationen für überaus wichtig.

Zudem zeigen die Deutschen erstaunlich konkrete Erwartungen im Hinblick auf Funktionsumfang und Einbindung der im Gesundheitsprozess beteiligten Akteure: So erwartet die Mehrheit die flächendeckende Einbindung von Ärzten, Krankenkassen und Apotheken in das zukünftige System und ein nicht unerheblicher Teil verspricht sich durch die Funktionen eine Zeit- und Aufwandsersparnis. In diesem Zusammenhang besonders spannend: Ganze 65 Prozent erwarten durch den Einsatz elektronischer Gesundheitsakten eine verbesserte Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten und Apothekern.

Zugleich nimmt die Studie auch die mit der Einführung verbundenen Befürchtungen und Sorgen unter die Lupe. Im Fokus steht dabei der Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten. Während 63 Prozent die Angst vor dem gläsernen Bürger teilen und 60 Prozent den Missbrauch der eGA-Daten durch Kriminelle erwarten, halten sogar 57 Prozent die unsachgemäße Nutzung der Informationen durch Versicherungen und Krankenkassen für möglich. Passend hierzu: Aktuell verzichtet die Hälfte der Deutschen aus Datenschutzgründen bewusst auf bestimmte Onlinedienste. Zudem spielt für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung die informationelle Selbstbestimmung eine entscheidende Rolle, denn 83 Prozent wollen zu jeder Zeit über die in der Akte gespeicherten Informationen selbst bestimmen.

Die Studie untersucht Akzeptanz, Erwartungen und Bedenken gegenüber elektronischen Gesundheitsakten.

Infografik - Elektronische Gesundheitsakte

Studiendaten

Erhoben durch SPLENDID RESEARCH GmbH
Erhebungszeitraum August 2017
Anzahl der Befragten 1.023
Region Deutschland
Altersgruppe 18 bis 69 Jahre
Erhebungsart Onlinebefragung
Veröffentlicht durch SPLENDID RESEARCH GmbH
Veröffentlichungsdatum 07.11.2017
Studie beziehen Elektronische Gesundheitsakte
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