Können Mystery Checks die CI überprüfen?

Wir erklären, worauf es ankommt.

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Corporate Identity (CI): Telekom in Magenta, das gelbe M von McDonald’s oder die Produktphilosophie bei Apple: Ziel eines Unternehmens ist es, sich durch den eigenen Wiedererkennungswert eindeutig von der Konkurrenz abzuheben. Eine eigene, positive CI schafft einen bisweilen hohen Bekanntheitsgrad und trägt auch dazu bei, Vertrauen in eine Marke zu schaffen, positive Emotionen hervorzurufen und den Kunden dadurch letztlich emotional zum Kauf anzuregen.

Dass die Corporate Identity einer Firma sowie ihre Positionierung im Wertsystem einen wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben, ist unumstritten. Doch wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass die eigene CI auf allen Ebenen eingehalten wird, dass z.B. bestimmte Werte von allen Mitarbeitern gelebt werden oder dass eine bestimmte Unternehmensfarbe konsequent eingesetzt wird?

Mystery Shopping als Tool zur CI-Überprüfung

„Eine Methode, dies zu überprüfen, ist das Mystery Shopping", erläutert unsere Geschäftsführerin Kathleen Mahrenholz. „Es bietet Unternehmen die Möglichkeit, mit Hilfe von geschulten Testern nach einheitlichen Vorgaben die eigene Servicequalität vor Ort in den Filialen oder aber auch online zu checken.“ Auch die Einhaltung der CI eines Unternehmens kann der Testkunde so bewerten.

Mystery Shopping bietet vielerlei Anwendungsmöglichkeiten: So gibt es die Store Checks, während derer der geschulte Testkunde Lage, Gestaltung oder Sauberkeit in den Filialen prüft und sich vom Mitarbeiter zu bestimmten Produkten beraten lässt. Des Weiteren können Mystery Calls, Mails, Dining, Guesting und Online Checks zum Einsatz kommen.

Realistische Testerszenarien erzielen realistische Ergebnisse

Die Vorteile des Mystery Shoppings sind offensichtlich: Durch eine intensive Schulung der Testkäufer sind die Ergebnisse sehr genau. Des Weiteren erfolgt die Beurteilung der Dienstleistung in einem natürlichen Umfeld und entspricht dem alltäglichen Ablauf in einer Firma oder in einem Geschäft.

Wie kann beispielsweise das Corporate Behaviour getestet werden? Der Mystery Shopper besucht eine Filiale eines Unternehmens und prüft, wie der Mitarbeiter ein Beratungsgespräch führt oder wie er auf eine Beschwerde oder eine Reklamation reagiert. Mittels eines Testanrufs oder einer Testmail wiederum findet er heraus, wie die Begrüßung am Telefon lautet, wie schnell ein Support zur Verfügung steht oder wie lange es dauert, bis eine E-Mail beantwortet wird. Das Unternehmen erhält so letztlich die Information, ob die Werte, die es verfolgt und die der Erreichung des Unternehmensziels dienen, auch eingehalten werden.

Ein anderes Beispiel ist das Corporate Design, also die gesamte äußere Erscheinung eines Unternehmens – von der Farbgebung bis hin zum Corporate Sound – welches der Mystery Shopper bewertet: Er überprüft, ob die Mitarbeiter korrekte und einheitliche Arbeitskleidung tragen, wie die Gestaltung eines Geschäfts aussieht oder ob aktuelle Broschüren – dem CD entsprechend – ausgelegt sind.

Fazit: Durch Mystery Shopping kann die Einhaltung der CI exakt überprüft werden

Ob Ansprache des Kunden, Umgang mit Beschwerden oder einheitliche Gestaltung der Filialen – all das und mehr, die CI betreffend, kann ein Mystery Shopper problemlos überprüfen. Für Unternehmen bietet dies somit ein großes Potenzial, eine genaue Beurteilung seiner Dienstleistung zu erhalten und die Einhaltung seiner Corporate Identity im Unternehmen dauerhaft sicherzustellen.

Weitere Informationen zum Thema Mystery Checks und Corporate Identity finden Sie in unserem kostenlosen White Paper, das Sie hier anfordern können:

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In eigener Sache: Wir sind Markenkooperationen!

Empfehlenswerte Neuerscheinung zum Thema Markenkooperationen im Zeitalter der Digitalisierung

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Unser Leiter des Bereichs Quantitative Forschung, Daniel Althaus, hat als Experte im Bereich Markenkooperationen an einem neuen Standardwerk mitgewirkt. Titel des Buches: „Mehr Erfolg mit Markenkooperationen. Partnerschaften im Zeitalter der Digitalisierung“.

Das Buch beschäftigt sich mit der größer werdenden Bedeutung von Markenkooperationen im Zeitalter der stetig wachsenden Digitalisierung. Denn auch starke und etablierte Marken stehen heutzutage vor dem Problem, dass alte Regeln nicht mehr greifen.

Wertvolle Infos für Marketing- und Vertriebsmanager  

Die Experten aus Wissenschaft und Praxis bündeln in diesem unverzichtbaren Nachschlagewerk Antworten zu Fragen rund um das Thema Kooperationen: Wie sehen geglückte Partnerschaften in Marketing und Vertrieb aus? Wie schafft man einen echten Mehrwert für den Kunden? Welche Merkmale zeichnen ertragreiche Markenkooperationen aus? 

Althaus hat sich dabei dem Thema „Erzielung gewünschter Image- und Absatzeffekte durch Markenkooperationen“ gewidmet. In seinem Beitrag geht er auf die Auswirkungen ein, die Markenkooperationen auf das Kaufverhalten und das Markenimage haben. Ferner skizziert er die prognostische Wirkung von Branchenpassung und Markenassoziation. Ein spannender und aufschlussreicher Bericht, der Ihnen sicherlich einige neue Erkenntnisse bietet.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, dann bestellen Sie dieses Buch zum Preis von 34,95 Euro (E-Book: 29,95 Euro) bei amazon oder beim BusinessVillage Verlag.

„Repräsentativität“ – Ein Mysterium der Marktforschung

Eine Stichprobe ist repräsentativ, wenn das Ergebnis der Stichprobenerhebung stellvertretend für die Gesamtheit steht. Tatsächlich? Tatsächlich möglich?

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Es ist ein Grundlagenproblem in der Forschung und wird häufig doch nicht als eines behandelt: Der Begriff der „Repräsentativität“. Ob Ottonormalverbraucher oder Statistik-Experte – jeder denkt zu wissen, was damit gemeint ist. Doch stimmt das wirklich? Beantworten Sie sich doch zunächst einmal selbst die Frage, wie Sie den Begriff „Repräsentativität“ definieren würden? Vermutlich würden Sie so etwas in der Art antworten wie „Stellvertreter seiner Art“ oder „stellvertretend für eine Gesamtheit stehend.“ Oder wenn Sie meinen, richtig viel Ahnung zu haben: „Eine Stichprobe bildet die Grundgesamtheit ab.“ So weit, so gut erstmal.

Repräsentativität gibt es nicht. Oder doch?

„Im Sinne der klassischen Statistik gibt es ‚Repräsentativität‘ in Befragungsstudien nicht“, positioniert sich Daniel Althaus, Leiter der Quantitativen Marktforschung bei SPLENDID RESEARCH. Warum? Weil sich die dafür geforderten statistischen Voraussetzungen nicht realisieren lassen. Und wenn man darüber einen Moment nachdenkt, dann merkt man schnell, dass das so schwer zu verstehen gar nicht ist.

Zufälligkeit wichtigste Grundlage für die „Repräsentativität“

Wichtigstes Attribut der Repräsentativität ist die Zufälligkeit der Stichprobe. „Jedes Element, oder in unserem Fall, jede Person, muss die Möglichkeit haben, in unsere Stichprobe zu gelangen.“

Vor der Verbreitung des Internets wurden dazu zufällig ausgesuchte Personen von Interviewern angerufen oder persönlich besucht – sogenannte CATI und Face-to-Face-Interviews. Auch heute werden noch viele Umfragen so durchgeführt. Allerdings lehnen es nach der Marktforschungs- und Marketingflut der 2000er-Jahre viele Menschen ab, angerufen oder angesprochen zu werden oder sie sind über diese Kanäle nur noch sehr schwer erreichbar. Dadurch, dass diese Menschen gar nicht mehr in Stichproben gelangen, ist die Repräsentativität bei telefonischen und persönlichen Befragungen nicht mehr gegeben.

Online-Befragungen haben hier einen großen Vorteil, denn Einladungen über E-Mail oder mobile Apps sind weitgehend akzeptierte Kontaktarten. Ihr Nachteil ist allerdings, dass es kein öffentliches Register für E-Mail-Adressen gibt und eine App heruntergeladen werden muss. In den sogenannten Online Access-Panels müssen sich Teilnehmer für Befragungen deshalb zunächst anmelden. Durch diesen Effekt – man spricht von Selbstselektivität – ist das Panel dann wiederum nicht zufällig zustande gekommen und damit auch nicht repräsentativ.

Bröckelt das Fundament der modernen Marktforschung?

„Wenn man es mit der klassischen Statistik sieht, sind telefonische und persönliche Interviews nicht-repräsentative Befragungen einer repräsentativ ausgesuchten Gruppe von Personen, und Online-Interviews sind repräsentative Befragungen einer nicht-repräsentativen Gruppe von Personen“, fasst Daniel Althaus das Dilemma zusammen. Die Marktforschung begegnet diesen Verzerrungen mit der Quotierung und Gewichtung der Datensätze, die wissenschaftliche Sozialforschung betrachtet das allerdings nur unter strengen Voraussetzungen als zulässig. „Wenn die Teilnahme an Studien freiwillig sein soll, können wir innerhalb des Paradigmas keine verallgemeinerbare Befragungsforschung mehr machen“, fasst Althaus die Situation zusammen. „Wir haben es hier mit einem grundsätzlichen Problem zu tun und benötigen eine sinnvolle, neue Definition von ‚Repräsentativität‘“, so Althaus. Die Lösung besteht interessanterweise in der umgangssprachlichen, nicht in der wissenschaftlichen Bedeutung von Repräsentativität. Demnach ist eine Stichprobe repräsentativ, wenn sie in wesentlichen Merkmalen für die Grundgesamtheit steht – bei einer repräsentativen Stichprobe für 18-69-Jährige in Deutschland zum Beispiel, wenn der Anteil von Frauen rund 51 Prozent beträgt. Das ist eben gerade nicht charakteristisch für eine Zufallsstichprobe, in der der Frauenanteil auch einmal 47 oder 54 Prozent betragen kann – zufällig eben. „Mit einer repräsentativen Stichprobe bauen wir ein Modell, das die Grundgesamtheit in wesentlichen Merkmalen möglichst genau abbildet“, erläutert Althaus.

Repräsentativität beschränkt sich immer auf wenige Merkmale

“Klar kann man niemals alle relevanten Merkmalen kontrollieren“, so der Leiter. Entscheidend sei es daher, mindestens die jeweils für die individuelle Untersuchung entscheidenden Merkmale zu kontrollieren, also zum Beispiel die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken bei Studien zur Wirkung von Influencern oder den beruflichen Status bei Geschäftsreisen.

Wie wichtig ist die Fallzahl?

Was explizit hervorgehoben werden soll, ist, dass die Anzahl der Befragten nichts mit der Repräsentativität zu tun haben muss. Die Fallzahl beeinflusst nur die Genauigkeit der Ergebnisse. Repräsentativität sei auch bei kleiner Fallzahl möglich und auch manchmal gar nicht anders machbar, nämlich dann, wenn es „sich um sehr spezifische Gruppen handelt, die wir untersuchen wollen“, so Althaus. Beispiel: Wir befragen die Vorstände aller 30 DAX-Unternehmen zur erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung. Auch bei einer hervorragenden Teilnahmequote von 50 Prozent werden wir nur etwa 100 Interviews realisieren. Trotzdem sind die 100 Meinungen repräsentativ und schätzen die allgemeine Stimmung bei nur 201 Dax-Vorständen sogar ziemlich genau.

Ein Kampf der Welten: frequentistischer versus bayesscher Wahrscheinlichkeitsbegriff

Fragwürdig ist es, ob Bevölkerungsbefragungen als unendlich oft wiederholbare Zufallsexperimente wie Münz- und Würfelwürfe interpretiert werden können. Althaus ist der Ansicht, dass es eines anderen Wahrscheinlichkeitsbegriffs bedarf, um auch künftig mit dem Begriff der Repräsentativität zu arbeiten: das Verständnis von Wahrscheinlichkeit als Grad der Überzeugung, der bei einem bestimmten Wissensstand gerechtfertigt ist. Entwickelt wurde die subjektivistische Wahrscheinlichkeitstheorie bereits im 18. Jahrhundert vom englischen Mathematiker Thomas Bayes, aber die meisten praktischen Anwendungen wurden erst mit dem Vorhandensein leistungsfähiger Computer in den 1990er-Jahren verfügbar. Die konsequente Kombination von Wahrscheinlichkeitsverteilungen und bestehendem Wissen kennzeichnet demnach die bayessche Statistik.

Althaus ist der Überzeugung, dass damit die Probleme in Sachen Repräsentativität gelöst werden könnten. „Im Gegensatz zur objektiven Wahrscheinlichkeit kombiniert die Formel von Bayes eine bestehende Erkenntnis über eine zu untersuchende Variable mit neuen Erkenntnissen aus den Daten“, erläutert Althaus. „Der Ansatz liefert uns dann eine verbesserte Erkenntnis und stellt die Grundlage dar, auf der die Zuverlässigkeit von Ergebnissen beurteilt werden kann.“ Quotierungen und Gewichtungen seien im Frequentismus Gefährdungen der reinen Zufallsstichprobe, im Bayesianismus hingegen produktive Möglichkeiten, bestehendes Wissen systematisch in neue Forschung einfließen zu lassen. „Das erklärt, warum die Ergebnisse der Markt- und Sozialforschung trotz der Verletzung so vieler Annahmen der klassischen Statistik immer noch erstaunlich genau sind. Der Wechsel des Paradigmas wird sich letztlich positiv auf die Entwicklung der modernen Marktforschung auswirken“, ist sich Althaus sicher.

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Top 10 Erfolgsfaktoren für eine effektive Mitarbeiterbefragung

Mit unseren wertvollen Tipps gelingt die Befragung Ihrer Mitarbeiter. Dies verhilft Ihnen zu einem besseren Betriebsklima und zu einer positiven Entwicklung Ihres Unternehmens.

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Arbeiten unter Zeitdruck, Debatten um Mindestlohn oder die Gründung eines Betriebsrats: Befragt man einen Arbeitnehmer, welche Themen ihn bewegen, so erhält man ein bunt gemischtes Bouquet aus unterschiedlichen Antworten. Für Unternehmen können diese Auskünfte extrem wichtig sein, denn sie spiegeln das Bild wider, das die Mitarbeiter von ihrem Arbeitsplatz haben. Es beeinflusst den Spaß bei der Arbeit und die Motivation ungemein und wirkt sich letztlich in großem Maße auf den Erfolg eines Unternehmens aus. Denn zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter.

Mit der Mitarbeiterbefragung zum Unternehmenserfolg

Um herauszufinden, wie es um das Wohl der Kollegen steht, bietet es sich an, eine Mitarbeiterbefragung, kurz MAB, durchzuführen. Sie gibt, insbesondere in größeren Betrieben und Unternehmen, einen genauen Aufschluss darüber, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig erfährt die Leitung einer Firma aber auch, mit welchen Faktoren die Mitarbeiter besonders zufrieden sind. Eine Befragung schafft gleichsam eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Die Mitarbeiter können sich Luft machen oder auch Lob aussprechen und die Geschäftsführung bekommt ein Gesamtbild der Arbeitssituation und kann die Rahmenbedingungen gegebenenfalls verbessern.

Hohe Durchschlagskraft Ihrer Mitarbeiterbefragung gefällig? Beherzigen Sie unsere 10 Tipps!

Im Folgenden erzählen wir Ihnen, auf welche Punkte Sie unbedingt achten sollten, damit Ihre  Befragung gelingt:

  1. Rückhalt: Die Geschäftsführung muss zu 100 Prozent hinter der Idee einer Mitarbeiterbefragung stehen und offen sein für ein ehrliches, anonymes Feedback ihrer Mitarbeiter.
  1. Expertise: Setzen Sie bei der Konzeption des Fragebogens unbedingt auf Experten. Bestimmte wichtige Themen dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen fehlen. Welche – damit kennt sich der MAB-Spezialist aus. Gleichwohl ist es essentiell, ebenso unternehmensspezifische Frageblöcke zu konzipieren, damit sich die Mitarbeiter mit dem Fragebogen identifizieren können. Dies erhöht letztlich die Beteiligung.
  1. Anonymität: Die Mitarbeiter, die an einer Befragung teilnehmen, sollten Vertrauen darauf haben, dass die Anonymität gewahrt wird. Dadurch erhält das Unternehmen ein ehrliches Feedback. Dazu haben wir drei zusätzliche Tipps:
  • Ein externes Institut führt Ihre Befragung durch. Bedeutet: Ein externer Partner wertet die anonymisierten Fragebögen aus. Einen Zugang zu den Fragebögen sowie zum passwortgeschützten Server, auf dem die Online-Fragebögen liegen, hat nur das beauftragte Institut.
  • Idealerweise stellt sich das beauftragte Institut den Mitarbeitern vor und kündigt die geplante Befragung an. Hierbei wird genau darüber aufgeklärt, wie die Befragung ablaufen wird. Ferner haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
  • Weniger ist mehr: Erheben Sie nur so viele statistische Angaben wie nötig!
  1. Erstellen Sie Kernteams: Die unterschiedlichen Interessensgruppen eines Unternehmens planen Aktionen rund ums Thema „Teilnahme an der Mitarbeiterbefragung“. Beispiel: Wenn 75 Prozent der Gruppe teilnehmen, gibt es einen Kuchen für diese Abteilung. Auch ist es dem Kernteam möglich, unternehmensspezifische Fragen auszuarbeiten, die in den Fragebogen eingearbeitet werden (siehe Punkt 2).

Doch Vorsicht: Wecken Sie damit keine falschen Erwartungen! Nur weil das Gros unzufrieden mit der Bezahlung ist und dies in der Befragung auch angibt, wird es nicht zwingend für alle Mitarbeiter gleichermaßen eine Gehaltserhöhung geben.

  1. Online first: Entscheiden Sie sich für eine Online-Befragung. Die Beteiligungsrate ist grundsätzlich höher als bei einer schriftlichen Befragung und zudem weniger fehleranfällig. Wenn nicht alle Mitarbeiter mit einem PC am Arbeitsplatz ausgestatte sind, bietet es sich an, so genannte „Wahllokale“ im Unternehmen aufzubauen, in denen diese Mitarbeiter teilnehmen können. Last but not least: Die Umwelt wird geschont, der Papierverbrauch fällt weg!
  1. Validität: Setzen Sie bei Ihrer Online-Befragung individuelle Links, um eine Mehrfachteilnahme auszuschließen und somit einer Verzerrung der Ergebnisse vorzubeugen. Eine Rückverfolgung der Mitarbeiter ist dadurch natürlich nicht möglich.
  1. Themenfreiheit: Binden Sie Freitextfelder für die eigene Meinung mit in den Fragebogen ein. So können Ihre Mitarbeiter auch über Themen schreiben, die sie außerhalb des Fragebogens bewegen.
  1. Schnelligkeit: Halten Sie mit den Ergebnissen nicht lange hinterm Berg. Ihre Mitarbeiter sind an der Auswertung der Mitarbeiterbefragung interessiert und vor allem daran, welche Probleme wann und wie angegangen werden. In der Regel werden die Ergebnisse zunächst der Geschäftsführung vorgestellt und dann im Rahmen einer Versammlung allen Kollegen.
  1. Terminwahl: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an. Legen Sie den Termin einer Mitarbeiterbefragung stets vor und niemals in die typischen Ferienzeiten. Es hat sich bewährt, die Befragung dann innerhalb den Ferien auswerten zu lassen, sodass die Ergebnisse nach der großen Pause präsentiert werden können.
  1. Regelmäßigkeit: Behalten Sie die Entwicklung in Ihrem Unternehmen stets im Blick und führen Sie regelmäßig eine Mitarbeiterbefragung durch. Wir empfehlen einen Turnus von zwei Jahren.

Wenn Sie diese zehn Tipps von uns als MAB-Experte mit langjähriger Erfahrung beherzigen, kann mit Ihrer Mitarbeiterbefragung nichts mehr schiefgehen!

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TEIL 2 – Kurze Einführung in die Geschichte der Marktforschung

Wie sich die Marktforschung weiterentwickelt

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Marktforschung - Neustart im Nachkriegsdeutschland: Wie wir bereits wissen, war der Weg hin zur modernen wissenschaftlichen Meinungsforschung ein mit Fehlern besetzter. Doch genau diese waren es, die letztlich dazu führten, dass wir die moderne Marktforschung so exakt und repräsentativ betreiben können, wie wir es heute tun.

Im Deutschland der Nachkriegszeit musste sich die Marktforschung allerdings erst einmal wieder komplett neu definieren und formieren. Es gab dafür zwei Gründe: Zum einen zerschlugen die Nationalsozialisten das gesamte Feld der Sozialforschung und angesehene Forscher emigrierten damals in die USA, zum anderen war es den Alliierten, vornehmlich den USA, extrem wichtig, die Haltung der Deutschen hinsichtlich Obrigkeit, Minderheiten und Demokratie genau im Blick zu haben. Man wollte bspw. herausfinden, welche Ursachen der Nationalsozialismus hatte und wie es dazu kommen konnte, dass dieser sich so stark in den Köpfen der Menschen verankerte. Die Meinungsforschung beschränkte sich also hauptsächlich auf Fragestellungen des amerikanischen Militärs.

Wer, wie, was? – Wirtschaftswunder!

Was dann schon bald kam, schlug ein – unerwartet, nachhaltig und extrem steil. Im Nachkriegsdeutschland ging es plötzlich bergauf: Das Wirtschaftswunder nahm seinen Lauf. Und mit diesem stieg das Interesse vieler Unternehmer am Kunden. Wer sind diese? Wie ticken sie? Und wie steigern wir letztlich mit diesem neu gewonnenen Wissen den Umsatz?

Noch bevor sich also Marktforscher erneut an den Universitäten Deutschlands zusammenschlossen und neue Institute gründeten, entstanden die ersten Marktforschungsunternehmen. Obgleich die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) bereits vor dem Krieg entstand, so gründete sich die Masse der Institute, unter anderem Emnid und GFM, in dieser Zeit der wirtschaftlichen Blüte.

Der endgültige Weg hin zur Repräsentativität

Doch es sollte noch einige Zeit dauern, bis wir mit der Forschung da ankommen sollten, wo wir heute sind. Lange noch war es nämlich mühsam, eine realistische Lebenswelt der Bundesbürger abzubilden. Grund: Ein allgemein zugängliches Bevölkerungsverzeichnis existierte nicht. Demzufolge mussten sich Meinungsforscher und Mitarbeiter der Institute ihre Stichproben mühsam selbst zusammenklauben. Nur so kamen sie schlussendlich an repräsentative Ergebnisse.

Erst 1969 erstellte der Branchenverband ADM (Arbeitskreis Deutscher Marktforschungsinstitute e.V.) ein Stichprobensystem. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren, das regelmäßig aktualisiert wird und so das Abbild der Grundgesamtheiten der Bundesrepublik Deutschland gewährleistet.

Hallo, ist da wer? Das Zeitalter des Telefons verändert die Art der Datenerhebung

Doch auch zu diesem Zeitpunkt hatte die Marktforschung noch ein großes Entwicklungspotenzial: Die dominanten Umfrage-Methoden waren bis dato mündlicher (face-to-face) oder schriftlicher Natur – das blieb in der BRD auch noch bis in die 90er Jahre so - erst ab dann verbreitete sich das Telefon so stark, dass Umfragen über dieses Medium repräsentativ wurden. Das Telefon hatte das Wohnzimmer des einfachen Arbeiters erreicht. In den fortschrittlichen USA war dies übrigens bereits seit den 70er Jahren der Fall. Nach dem also die Telefon-Interviews sich großer Beliebtheit erfreuten, kehrte für einige Zeit etwas Ruhe in die Entwicklung der Mafo.

Im Jahr 1996 gab es jedoch ein weiteres einschneidendes Ereignis innerhalb der Branche: Die persönlichen und die telefonischen Interviews hielten sich erstmals die Waage. Weitere zwei Jahre später starteten die ersten Umfragen im Internet. Das Zeitalter der Digitalisierung nahm seinen Lauf und tut dies bis heute – so auch in der Marktforschungsbranche.

Wie alles begann, lesen Sie im Teil 1 unserer kurzen Einführung in die Geschichte der Marktforschung. Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, freuen wir uns übers Teilen!

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