Wenn Influencer für Firmen werben - Diese Strafen drohen!

Halten Sie sich unbedingt an Gesetze und Nutzungsbedingungen

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Klementine für Ariel, Boris Becker für AOL oder Heidi Klum für Katjes: Das Werben mit Prominenten hat sich in den letzten Jahrzehnten stark etabliert und ist durch die Digitalisierung und die millionenfache Nutzung von Social-Media-Kanälen aus dem Marketing nicht mehr wegzudenken. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit als Marktforschungsunternehmen ist die Testimonial-Forschung: Als Testimonial Research Profis bieten wir unseren Kunden fundierte Entscheidungsgrundlagen für das wirksame Marketing mit Prominenten. Unsere Marke HUMAN BRAND INDEX unterstützt Managements von Künstlern und Sportlern, Werbe- und Kommunikationsagenturen sowie werbetreibende Unternehmen von der Konzeption bis hin zum Controlling von laufenden Kampagnen sowie auch in der Nachbereitung.

Ein wesentlicher und nicht zu vernachlässigender Punkt ist natürlich auch die rechtliche Seite des so genannten Influencer-Marketings. Worauf Sie achten sollten, verrät Ihnen der folgende Gastbeitrag von Isabel Frankenberg vom Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.:

Influencer verfügen über umfangreiches soziales Netzwerk

Während es früher meist reichte, die Vorteile eines Produktes herauszustellen, um den Verkaufserfolg zu fördern, werden heute sogenannte „Markenbotschafter“ von Unternehmen eingesetzt. Dabei handelt es sich häufig um Influencer. Diese sollen ein Produkt oder eine Marke über die sozialen Netzwerke bekannt machen. Doch hierbei gilt es, einiges zu beachten, ansonsten folgen hohe Sanktionen.

Bei sogenannten „Influencern“ handelt es sich meist um Politiker, Prominente, Künstler, Blogger oder YouTuber, die aufgrund ihrer Handlungen im Netz zu Internet-Prominenten geworden sind. Häufig zeichnen sie sich durch eine hohe Anzahl an Followern und demnach einem großen Netzwerk aus.

Influencer teilen ihr Privatleben und wirken dadurch glaubhaft

Der Begriff des Influencers leitet sich von dem englischen Verb „to influence“ ab und bedeutet so viel, wie „beeinflussen“. Durch das Teilen ihres Privatlebens, wirken Influencer glaubwürdig und authentisch, also wie Stars zum Anfassen. Das führt dazu, dass Sie einen großen Einfluss auf ihre Fans besitzen und zu Meinungsbildern werden.

Marketingmethode der Zukunft

Dieses Potenzial haben auch Unternehmen erkannt, weshalb sie gezielt Influencer anwerben und bezahlen, um den Verkaufserfolg ihrer Produkte oder ihrer Marke zu steigern und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Diese Art der Werbung wird als „Influencer-Marketing“ bezeichnet und gilt mittlerweile als Marketingmethode der Zukunft.

Daran müssen Unternehmen und Influencer sich halten

Da jedoch auch im Internet Gesetze und Regelungen vorherrschen, muss beim Influencer-Marketing einiges beachtet werden. Andernfalls folgen hohe Strafen für die Internet-Prominenz und das Unternehmen. Setzen Unternehmen Werbeträger ein, die deren Produkte über ihre privaten Social-Media-Kanäle bewerben, handelt es sich um gesponserte Beiträge. Diese müssen als solche klar erkennbar sein.

Ist das nicht der Fall, handelt es sich um eine Verschleierung der Werbung, also um Schleichwerbung. Diese ist in Deutschland jedoch laut Vorgaben und Vorschriften, wie dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und das Telemediengesetz (TMG), verboten.

Hohe Geldstrafen drohen bei Schleichwerbung

Verbreiten Influencer gewollt oder ungewollt Schleichwerbung, kann dies eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro zur Folge haben. Gleiches gilt bei fehlender Rundfunklizenz. Zudem können andere Wettbewerber in einem solchen Fall weitere Ansprüche, wie den auf Unterlassung, Auskunft oder Schadensersatz, geltend machen.

Noch strengere Strafen bringt ein Verstoß gegen das Urheberrecht mit sich. Neben einer Geldstrafe, kann es zudem zu einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr kommen. Diese erhöht sich sogar auf fünf Jahre, wenn es sich bei der Rechtsverletzung um eine gewerbliche Urheberrechtsverletzung handelt.

Neben den allgemeinen Gesetzen zur Werbung sollten Influencer zudem die Nutzungsbedingungen und Regelungen der jeweiligen Plattform beachten. Ein Verstoß kann ansonsten zur Sperrung des Kontos führen. Weitere Informationen zum Thema „Strafen für Influencer“ finden Sie unter www.urheberrecht.de.

Über den Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

Der BvdR. E.V.  ist der Zusammenschluss von Rechtsjournalisten und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf unterschiedlichen Portalen veröffentlichen. Der Verband sieht sich an dieser Stelle ausschließlich als Informationsplattform und bietet daher keine Rechtsberatung an. 

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