Harry Kane geht steil, Ronaldo fußballerisch top – image-technisch flop, Modric gewinnt Fans für sich

So entwickelt sich das Image der Spieler durch die Weltmeisterschaft

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Unsere Studie hat es deutlich gemacht: Die Namen Thomas Müller, Joshua Kimmich oder auch Lionel Messi sind image-technisch die Sieger der WM, während Mesut Özil die meisten Hater hat und sich Christian Eriksen oder auch Harry Kane mit den letzten Rängen in Sachen HUMAN BRAND INDEX sowie Bekanntheit und Beliebtheit zufriedengeben müssen.

Nachdem der Ball ordentlich gerollt ist und es den einen oder anderen unerwarteten Treffer auf dem Platz gegeben hat, dürfte sich das Bild jedoch wieder gedreht haben. Wir haben uns mit 20 ausgewählten internationalen Top-Spielern beschäftigt und verfolgen nun mit Spannung die Frage: Wer profitiert in Sachen Beliebtheit durch die Fußball-Weltmeisterschaft? Und wer ist heute bekannter als noch vor einer Woche?

Ronaldo polarisiert nach wie vor – trotz herausragender Leistung

Beginnen wir mit einem, der die Gemüter erhitzt und die Fans spaltet: Ronaldo. Der portugiesische Megastar hat – wie so oft – eine herausragende Einzelleistung abgerufen. Er erzielte alle drei Tore beim Giganten-Treffen mit den hoch gehandelten Spaniern. Diese WM kann die seine werden, denn Portugal ist immerhin amtierender Europameister. Gleichwohl steht es um seine Beliebtheit auch nach diesen Treffern nicht sonderlich gut: So hat er, nach Angaben der führenden Social-Listening und Analytics-Plattform Talkwalker, vor dem Spiel (am 14.6.2018) 28 Prozent positive Erwähnungen im deutschsprachigen Netz verzeichnet sowie lediglich drei Prozent negativer; eine Woche später (am 20.6.2018) ist der positive Wert auf 21 Prozent minimiert, während sich acht Prozent der deutschen User negativ im Netz zu ihm äußern. Stellt sich die Frage, ob sich hier hauptsächlich die Fans der gegnerischen Mannschaften über ihn aufregen, denen Ronaldo ein Tor nach dem nächsten hineingejagt hat. Sieht man sich die Top-Resultate der Beiträge über den Fußballstar an, so finden sich zumindest keine Hater des Fußballstars, sondern vielmehr Anekdoten darüber, wie es ist, die „Maschine“ (O-Ton Patrice Evra auf www.90min.de ) CR7 privat zu kennen.

wm fussball human brand index auswertung talkwalker Grafik zeigt die Top-Themen im Netz um Legende Cristiano Ronaldo

Luka Modric gewinnt Fans im Netz für sich

Ebenfalls gute Leistungen zeigten die Kroaten um Luka Modric sowie die Belgier um Kevin de Bruyne. Gleichwohl sind beide Siege nicht überraschend gewesen, weil erwartbar. Modric erzielte zu Beginn der WM in unserer Erhebung einen unterdurchschnittlichen HUMAN BRAND INDEX von 31 – was vermutlich auch mit seiner großen Unbekanntheit unter den Bundesbürgern zusammenhängt. Immerhin konnten 59 Prozent der Deutschen nichts mit ihm anfangen. Zehn Prozent von denjenigen, die ihn kennen, bezeichnen sich hingegen als seine Hater. Damit liegt er im Mittelfeld, weit hinter Özil mit fast 50 Prozent Hatern, aber quasi fast gleichauf mit de Bruyne (7 Prozent Hater). Da ist es doch erwähnenswert, dass er laut Talkwalker eine Woche nach WM-Beginn mit keinem einzigen negativen Kommentar im deutschsprachigen Netz von sich Reden macht, dafür aber mit 14 Prozent positiver Sentiments. Einen Tag nach dem 3:0 Sieg gegen Argentinien, an dem Modric durch seinen Treffer in der 80. Minute maßgeblich beteiligt war, steigen die positiven Erwähnungen im deutschsprachigen Netz übrigens auf satte 41 Prozent.

„God save the Kane“ – Torschütze Harry Kane lässt Presse jubeln

Seinen Spitznamen hat er spätestens seit dem Spiel gegen Tunesien weg: Harry Kane, der „Hurricane“. Ihm haben die Engländer das 2:1 zu verdanken. Während ihn vor der WM lediglich 16 Prozent der Bundesbürger kannten, so steigt seine Bekanntheit durch diesen Sieg an: Laut Talkwalker berichteten am Start-Tag der WM 286 unterschiedliche Autoren in 452 Beiträgen über ihn in Deutschland, eine Woche später waren es indes fast doppelt so viele: 873 unterschiedliche User mit 2.000 Beiträgen. Was seine Beliebtheit angeht, so hält sich diese jedoch konstant; jeweils ein Drittel positiver Beiträge stehen sieben bzw. fünf Prozent negativer gegenüber.

Eriksen erhält durch WM Bekanntheitsschub  

Sein Teamkollege im Verein, Christian Eriksen, der als Star der dänischen Mannschaft auftrat, die prompt, wenn auch glücklich, die Peruaner bezwang, ist in seiner Bekanntheit deutlich in die Höhe geschossen, obgleich nicht er, sondern der Leipziger Yousef Poulsen das einzige Tor im Spiel gegen die Peruaner erzielte. Gab es am Tag des WM-Starts im deutschen Netz 7.600 Beiträge von 2.200 unterschiedlichen Autoren, so ist diese Zahl eine Woche später rasant gestiegen: Knapp 60.000 Beiträge von mehr als 15.000 unterschiedlichen Autoren verzeichnet Talkwalker bei einer geringen Steigerung der positiven Beiträge und Senkung der negativen.

Neymar, Suarez und Messi sind und bleiben bekannt – Messis Bekanntheitsgrad im Netz steigt rasant

Große Namen im internationalen Fußballgeschäft hatten in ihren Auftaktpartien teils erhebliche Schwierigkeiten. Während die Uruguayer mit Luis Suarez einen knappen Sieg einfuhren, ohne dabei besonders aufzufallen, mussten sich die anderen südamerikanischen Schwergewichte, Argentinien und Brasilien, mit jeweils einem Punkt zufriedengeben. Daran konnten auch die Megastars Messi und Neymar nichts ändern. Was die Zahl der Beiträge im Netz über sie angeht, so lagen diese bereits vor der WM deutlich im fünf- und sechsstelligen Bereich und tun dies nach der ersten WM-Woche weiterhin; einen Ausreißer nach oben kann hier Messi verbuchen: Die deutschen Beiträge über ihn steigen innerhalb dieser Woche von 247.000 auf 4,2 Mio.

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