Artikel zum Thema: Marktforschungsmethoden

Warum die Marktforschung Ihr Unternehmen bei der Preispolitik unterstützen sollte

Wir erklären, mit welchen Methoden wir Preisforschung betreiben

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Der Preis ist heiß: Es ist mithin eines der schwierigsten Themen für Unternehmen: die Preispolitik. Welchen Preis soll ein bestimmtes Produkt haben - im Vergleich zur Konkurrenz, nach erfolgreicher Neukonfiguration oder gar als innovative Neuerscheinung? Und welche Möglichkeiten hat die Marktforschung, die Preispolitik einer Firma sinnvoll zu unterstützen?  

Darum ist eine gute Preisstrategie essentiell

„Dem Kunden sind die Produktionskosten unwichtig“, konstatiert unser Junior-Projektleiter Kolja Turkiewicz, „für ihn zählt der von ihm wahrgenommene Zweck, den ein Produkt erfüllt.“ Daher sei es ausschlaggebend, zunächst diesen Nutzen klar zu erkennen und zu definieren – alles Weitere baue darauf auf. Unternehmen sollten dabei beachten, dass Konsumenten heute unzählige Möglichkeiten haben, sich selbständig zu informieren und Preise miteinander zu vergleichen. Vor diesem Hintergrund ist die Wahl des optimalen Preises keine so leichte und sollte gut durchdacht und untersucht werden. Gleichwohl kann eine Preisanpassung enorme wirtschaftliche Effekte auslösen: „Eine Preissteigerung von nur einem Prozent kann beispielsweise zu einer Erhöhung des Gewinns von drei bis 15 Prozent führen“, so Turkiewicz. Das ist beachtlich.

Mit diesen Methoden finden Sie den richtigen Preis

Wir stellen Ihnen im Folgenden drei Szenarien und die dazugehörigen Lösungsmethoden vor, mit denen die Marktforschung unterschiedliche Fragestellungen beantworten kann:

Szenario 1: Wir möchten den Preis eines vorhandenen Produkts ändern, indem wir es konfigurieren und an den Bedarf des Kunden anpassen.

„Hier geht es noch nicht um die Konkurrenz zu gleichwertigen Produkten anderer Firmen“, so Turkiewicz. Es gehe vielmehr darum, ein altes Produkt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und mit neuen Features auszustatten, durch welche der Preis erhöht werden könne. „Wir stellen uns zunächst die Frage, wofür der Kunde bereit ist, mehr zu zahlen“, so unser Junior-Projektleiter. Nicht das Produkt mit den meisten Features sei für den Kunden nämlich am besten geeignet, sondern dasjenige, welches über die passenden Eigenschaften verfüge. Die Gefahr zu vieler Features besteht übrigens auch: Der Kunde fühlt sich überfordert und schätzt das Produkt als schwer verständlich ein. „Das kann die Preisbereitschaft im schlimmsten Fall sogar erheblich senken.“ Bei der Wahl der Features gilt also: Klasse statt Masse.

Lösung: Shapley-Value-Analyse

Die statistische Shapley-Value-Analyse bietet sich perfekt an, um herauszuarbeiten, welche Attribute Ihr Produkt haben muss, um seinen Preis erhöhen zu können. Die Analyse trennt die Beeinflussung des Konsumenten durch die verschiedenen Merkmale voneinander. Beispiel: Ein Hotel kann sauber sein, weiße Türen haben und über Sauna und Schwimmbad verfügen. All diese Features unterteilen wir mittels der Analyse in Leistungen, die erwartet werden (Sauberkeit), in jene, die keinen Einfluss haben (weiße Tür) und solche, die zu wahrhaftiger Begeisterung führen (Sauna und Schwimmbad). „Auf dieser Grundlage ist es uns dann möglich, exakt festzustellen, welche Attribute ein Produkt für den Kunden so attraktiv  machen, dass er bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben“, erläutert Turkiewicz.  

Szenario 2: Wir haben ein völlig neues und innovatives Produkt, für das wir nun den richtigen Preis ermitteln wollen.

„In diesem Fall haben wir es noch einmal mit ganz anderen Herausforderungen zu tun, als wenn wir ein altes Produkt vor uns haben“, so Turkiewicz. Die mithin größte Hürde ist folgende: „Die Unsicherheit des Kunden, der ja noch keine Ahnung vom neuen Produkt hat“, so unser Junior-Projektleiter. Der Kunde hat nämlich noch keine Vergleichsmöglichkeiten.

Frühzeitige Anwender müssen geknackt werden

Allerdings hängt der Erfolg eines neuen Produkts zunächst gar nicht von der allgemeinen Bevölkerung ab, sondern von den so genannten „early adopters“, denjenigen also, die offen und risikobereit sind und die sich nicht scheuen, neue Produkte auszuprobieren. Turkiewicz: „Es ist besonders wichtig, diese Zielgruppe in der Anfangsphase zu erreichen.“ Diese erste Phase sei die mithin gefährlichste – denn wenn ein neues Produkt eingeführt wird, stehen wir ja erst einmal vor der Herausforderung, dass wir nicht wissen, was die Menschen bereit sind, zu zahlen. „Ein zu hoher Preis kann dazu führen, dass das Produkt floppt und der Kunde den wahren Wert nicht erkennt“, so Turkiewicz. Ein zu niedriger Preis in der mithin lukrativsten Phase, in der noch keine Konkurrenz besteht, kann wiederum dazu führen, den Gewinn erheblich zu senken.

Lösung: Price Sensitivity Measurement-Methode

Wir bedienen uns bei diesem Szenario der Price Sensitivity Measurement-Methode: Sie zeigt uns die akzeptierte Preisspanne der Kunden und bietet uns unterschiedliche Idealpunkte, die abhängig sind von der Preisstrategie des Produkts: „Je nachdem, für welche Strategie sich ein Unternehmen entscheidet, wählt man dann den Preis aus“, so Turkiewicz.

Szenario 3: Wir betrachten unser Produkt unter Einbeziehung der Konkurrenz und wollen den Preis dementsprechend anpassen.

„Innerhalb des Wettbewerbs ist der Preis ein sehr direktes und exponiertes Signal, das wir setzen können, um zu zeigen, wo ein Produkt im Vergleich zu seiner Konkurrenz steht“, konstatiert Turkiewicz. Es sei allerdings nicht immer sofort ersichtlich, wer genau die Konkurrenz sei. Beispiel: Eine spezielle Zitronenlimonade kann natürlich mit anderen Limonaden verglichen werden, ebenso aber auch mit einer Cola. Bei der Analyse müsse dies berücksichtigt werden.

Im Vergleich zu anderen Produkten kann also ein sehr hoher Preis, zumindest im ersten Moment, für High-End-Produkte stehen, während sehr niedrig gewählte Preise für Low-Budget, Erschwinglichkeit oder auch schlechte Qualität stehen können. Naheliegend: Am schwersten sei es, teurer zu sein als der Rest, daher empfiehlt Turkiewicz: „Zeigen Sie Alleinstellungsmerkmale auf, die für den Kunden ersichtlich sind.“ Dadurch entsteht beim Kunden auch das Verständnis, mehr für das jeweilige Produkt zu zahlen.

Lösung: Choice Based Conjoint-Analyse

Für dieses Szenario arbeiten wir mit der exzellenten Choice Based Conjoint-Analyse. „Mit ihrer Hilfe simulieren wir realistische Kaufentscheidungen unter Betrachtung der Konkurrenz.“ Das Besondere ist, dass wir auf dieser Basis individuelle Nutzenwerte von Produktattributen genau analysieren können. Sprich, „wir können am Ende einen exakten Eurobetrag angeben, was ein bestimmtes, untersuchtes Attribut wert ist.“ So ist es möglich, die Marktanteile in Abhängigkeit von der Produktkonfiguration und dem Preis im Vergleich zur Konkurrenz aufzuzeigen, was wirklich einmalig ist.

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Kundenbefragung – was sie nutzt, wie sie gelingt

Mit diesen Tipps lernen Sie Ihre Kunden tatsächlich kennen

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Kundenzufriedenheit ist das A und O eines jeden Unternehmens. Um herauszufinden, wie es darum steht, können Sie eine Kundenbefragung vornehmen. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen, um die Meinung Ihrer Kunden bestmöglich kennenzulernen und diese für Ihre Unternehmensplanung und -weiterentwicklung nutzen zu können.

Was Kundenzufriedenheit bedeutet

Was genau versteht man unter dem Begriff „Kundenzufriedenheit“? Er stammt aus dem Marketing und beschreibt die Differenz von Kundenerwartung und Bedürfnisbefriedigung. Oder anders ausgedrückt: wie Dienstleistungen, Produkte sowie Support beim Kunden ankommen. Bei hoher Kundenzufriedenheit haben Ihre Kunden eine geringere Wechselbereitschaft und würden mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihr Unternehmen auch weiterempfehlen, bei niedriger Kundenzufriedenheit sollten Sie sich Gedanken machen und etwas ändern, da Ihre Produkte den Kunden nicht überzeugen.

Finden Sie heraus, was Ihre Kunden tatsächlich denken!

Doch wie finden Sie heraus, wie es um die Meinung der Kunden bezüglich Ihres Unternehmens steht? Mittels einer Kundenbefragung! Im Folgenden erklären wir Ihnen, worauf es dabei ankommt und was Sie berücksichtigen sollten.

„Das übergeordnete Ziel heißt: den Kunden kennen und ihn möglichst genau verstehen lernen“, so unsere Projektleiterin Luise Neumann. Das bedeutet: Daten erheben, sie auswerten, Maßnahmen ableiten und umsetzen und letztlich den Unternehmenserfolg steigern.

„Mittels einer Kundenbefragung ist es möglich, Informationen über die Bedürfnisse, die Produktgestaltung oder auch die Markenbekanntheit einzuholen“, so Neumann. Weitere Fakten, die wir mit einer Befragung erheben können, sind bspw. die Positionierung im Markt, mögliche Alleinstellungsmerkmale oder auch die Differenzierung im Wettbewerb. „Es gibt eine Unmenge an Ergebnissen, die wir durch eine Kundenbefragung ermitteln können“, so unsere Projektleiterin, doch sei es essentiell, das Ziel nicht zu umfassend zu gestalten, da dies die praktische Umsetzung erheblich erschwere und die Ergebnisse mit großer Sicherheit nicht mehr valide seien. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Befragung online, postalisch oder am Telefon erfolgt. Ein darauf spezialisiertes Institut kann Ihnen bei der Konzeption der Befragung Ihrer Kunden helfen.

Ob Ihre Kunden zufrieden sind, erfahren Sie mittels einer professionellen Befragung

Kundenbefragung: Definieren Sie Ihr Ziel

Zunächst muss das Ziel der Kundenbefragung somit klar definiert und eingekreist werden. Dieses Ziel hängt – logischerweise – von den aktuellen Bedürfnissen des Unternehmens ab. Sie wollen wissen, wie es um Ihre Preisgestaltung steht? Dann holen Sie Feedback ein zu einem bestimmten Produkt und dessen Preis. Passt dies zur Vorstellung Ihrer Kunden oder gibt es Verbesserungspotenzial?

Oder interessiert es Sie, wie es um das Unternehmensimage steht? Fragen Sie beim Kunden nach, wie zufrieden dieser mit Ihrem Service ist. Der Service ist relevant und beeinflusst letztlich auch so manche Kaufentscheidung.

Schaffen Sie optimale Rahmenbedingungen für Ihre Kundenbefragung

Wenn dies geschehen ist, geht es an die praktische Umsetzung: „Wir können dann die Inhalte, den Umfang, Ablauf, Methode sowie den Teilnehmerkreis professionell festlegen“, so Neumann. Dabei gilt: Der Fragebogen sollte so kurz wie möglich und so umfangreich wie nötig gehalten werden, denn das erhöhe die Teilnahmebereitschaft der Kunden erheblich und verschaffe der Umfrage Akzeptanz.

Des Weiteren hat der zeitliche Rahmen, in dem die Kundenbefragung stattfindet, Einfluss auf die Ergebnisse: „Erfahrungsgemäß fällt die Zahl der Teilnehmer in Ferienzeiten und in arbeitsreichen Zeiträumen der Zielgruppe weit geringer aus als zu normalen Zeiten.“ Das Weihnachtsgeschäft oder auch die Zeit vor einer Messe sind also eher schlechte Zeitpunkte für eine Kundenbefragung, sollte die Zielgruppe hier involviert sein.

Wenn Sie all das berücksichtigt haben, so geht es im letzten Schritt an die Auswertung sowie die Analyse der erhobenen Daten. „Daraus können die Unternehmen dann individuelle Maßnahmen ableiten“, erläutert Neumann.

Gut durchdacht ist halb gewonnen – damit die Ergebnisse Ihrer Befragung Ihrem Kunden nützen

Bevor die durch die Kundenbefragung erkannten Schwachstellen ausgemerzt werden, ist es ratsam, die wirtschaftlichen Auswirkungen zu analysieren und zu berücksichtigen. Denn: Viele Verbesserungen erfordern erst einmal auch Investitionen oder aber eine Steigerung der laufenden Betriebskosten. „Es wäre natürlich unwirtschaftlich, einseitig die Kosten zu erhöhen, wenn diese nicht an anderer Stelle eingespart werden oder eine entsprechende Umsatzsteigerung zu erwarten ist“, fasst Neumann zusammen.

Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg

Einmal ist keinmal? Nicht ganz, aber fast. Mit einem einmaligen Ergebnis haben Sie natürlich die Möglichkeit, den Status Quo an die Bedürfnisse Ihres Kunden anzupassen. Doch nimmt dieser die Änderungen auch an und bringen Sie Ihnen den erwarteten Nutzen? Dies erfahren Sie erst dann, wenn Sie Ihre Kundenzufriedenheitsbefragung in regelmäßigen Abständen durchführen. Sie ermitteln so den Kundenzufriedenheitsindex (engl. Customer-Satisfaction-Index). Damit lassen sich Trends in der Entwicklung der Kundenzufriedenheit messen. Dadurch kann das Unternehmen diese Tendenzen stets im Fokus behalten. So sehen Sie direkt, ob Ihre Maßnahmen angenommen werden und Sie die Kundenbedürfnisse auch optimal bedienen. Kurz: Ob Ihre Kundenbefragung von Erfolg gekrönt ist.

Weitere Informationen zum Thema "Kundenbefragung" finden Sie in unserem kostenlosen White Paper, das Sie hier anfordern können:

White Paper: Kundenbefragung

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Markenbekanntheit – einfach erklärt

Darum sollten Sie sich mit Ihrer Brand Awareness beschäftigen

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Jeder, der schon einmal in einem Geschäft einkaufen war, kennt es: Sie stehen vor einem Regal mit einer großen Auswahl an Lebensmitteln und möchten noch schnell eine Packung Chips kaufen. Sie werden sich mit ziemlicher Sicherheit für eine Marke entscheiden, die Ihnen bekannt ist. Man nennt das intuitiv einkaufen. Und diese Käufe betreffen sage und schreibe 95 Prozent unserer Besorgungen (Quelle: Kahneman, Daniel: Thinking, fast and slow). Genau deshalb ist die Markenbekanntheit so essentiell. Natürlich sollte man sie immer im Zusammenspiel mit dem Image selbiger Marke betrachten – denn eine hohe Bekanntheit bei schlechtem Image führt noch nicht unbedingt zum Erfolg.

„Bei besonderen Anschaffungen wie dem neuen Smartphone oder einem teuren Auto macht sich der Käufer hingegen natürlich schon Gedanken und wägt ab und vergleicht“, erklärt unser Projektleiter Kolja Turkiewicz. Im Gegensatz zum intuitiven Kauf denkt der Kunde in diesen Fällen logisch. Und entscheidet sich dann auch gern einmal für eine unbekannte Marke, sofern diese beispielsweise von Insidern empfohlen wird. Diese Käufe sind jedoch prozentual gesehen die Ausnahme. Deswegen: Setzen Sie sich damit auseinander, wie bekannt Ihre Marke tatsächlich ist und lassen Sie Ihre Brand Awareness messen.

Markenbekanntheit durch Marktforschung ermitteln – nutzen Sie das Potenzial für sich

Um zu wissen, wie es um die Bekanntheit und das Image Ihrer Marke steht, benötigen Sie fundierte Daten – und hier kommt die Marktforschung ins Spiel! Denn sie bildet die wissenschaftliche Basis für Ihr weiteres Vorgehen. Mit Hilfe der Daten, die Ihnen die Marktforschung – übrigens online und binnen kürzester Zeit – liefern kann, können Sie richtige und wichtige Entscheidungen treffen. Egal, ob es sich um die Planung einer Kampagne handelt, ob Sie das Budget festlegen wollen oder entscheiden müssen, wie Ihr neues Logo-Design aussehen soll. Nach erfolgreicher Untersuchung der Markenbekanntheit können Sie all diese und weitere Fragen beantworten – ganz ohne Bauchgefühl, dafür mit fundierten Ergebnissen als Grundlage. Marktforschung hilft Ihnen übrigens auch dabei, zunächst einmal den Ist-Zustand herauszufinden.

Social-Media-Analyse gleich Markenbekanntheitsuntersuchung?

Nein! Denn verschiedene Kanäle geben immer auch Auskunft über verschiedene Zustände und können nicht blind miteinander verglichen werden. So ist der meist gegoogelte Begriff nicht zwangsläufig auch der bekannteste. Beispiel: Alice Weidel steht in Deutschland auf der Rangliste bei Google höher als Angela Merkel. Trotzdem ist Angela Merkel mit Sicherheit nicht weniger bekannt unter den Bundesbürgern als die umstrittene Politikerin. Fazit: Ein Entscheider kann von einem Wert nicht auf einen anderen schließen, sondern muss Daten aus unterschiedlichen Quellen differenziert betrachten. Auch dies ein Grund, die Markenbekanntheit von einer professionellen Marktforschungsagentur untersuchen zu lassen, um diese Ergebnisse anschließend mit den eigenen Social-Media-Daten abgleichen zu können.

Märkte ändern sich – die Bekanntheit von Marken ebenso

Da sich die Markenbekanntheit natürlich im Laufe der Zeit ändern kann und kein statischer Wert ist, empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen eine Markenbekanntheitsuntersuchung durchzuführen. „Wir empfehlen eine alljährliche Erhebung“, so Turkiewicz. Denn durch Kampagnen oder Werbung der Konkurrenz oder aber durch eine weitere neue Marke, die den jeweiligen Markt erobert, ändert sich auch die eigene Bekanntheit. Dies sollte jedes Unternehmen stets im Blick haben. Auch bei der Durchführung einer Kampagne ist es sinnvoll, sich die Bekanntheit vorher - nachher anzusehen. Durch die Untersuchung der Markenbekanntheit mithilfe der Marktforschung stehen dann valide Daten mit hoher Aussagekraft zur Verfügung: War die Kampagne erfolgreich? Lohnte sie sich? Sollten wir so etwas wiederholen?

Markenbekanntheit – essentielles Know-how für jeden Marketingentscheider und Unternehmer

Dass die Bekanntheit Ihrer Marke und das Wissen darum relevant für viele Marketing-Entscheidungen ist, sollte nun jedem klar sein. Sie ist eine unbedingte Zielgröße für jedes Unternehmen, die es im besten Fall gilt, zu steigern. Denn durch eine hohe Bekanntheit vermittelt Ihre Marke dem Verbraucher Vertrauen und schafft ein Gefühl von Sicherheit. Zudem gelten bekannte Marken, die bereits lange am Markt sind, gemeinhin als verlässlich und erfolgreich. Das beeinflusst neben der Präferenz für eine bestimmte Marke natürlich letztlich auch die Zahlungs- sowie die Preisbereitschaft des Kunden (auch dies übrigens Punkte, die Sie mithilfe der Marktforschung untersuchen können).

White Paper: Markenbekanntheit

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Die fünf Schritte der klassischen Marktforschung

Egal, um welche Marketingmaßnahme es geht – um diesen Prozess kommen Sie nicht herum

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In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit den fünf wichtigsten Schritten der Marktforschung. Unsere Projektleiterin Carina Krämer erklärt, wie der Weg hin zu validen Ergebnissen am besten gelingt: „Man nennt sie die fünf „Ds“ der klassischen Marktforschung – fünf Phasen, die unumgänglich sind und die wir im Folgenden näher erläutern möchten.“

Definition.

What’s your problem? In dieser ersten Phase geht es zunächst einmal um die Frage, welches Problem überhaupt gelöst werden soll. Institut und Kunde müssen das Ziel klar definieren. „Das reicht von der Markenbekanntheit eines Unternehmens über die Untersuchung des Images einer Marke bis hin zur Wettbewerbsanalyse oder der Preisforschung“, erläutert Krämer.

Design.

Danach wird es ernst. Institut und Kunde müssen das Timing festzurren. Es folgen die genaue Zielgruppen- sowie die Inzidenzbeschreibung, also wie häufig das zu untersuchende Merkmal vorkommt. Außerdem muss die Größe der Stichprobe festgelegt werden. „Wichtig ist dann noch die Festlegung der Erhebungsform“, so unsere Projektleiterin. Sprich: Fällt das Projekt in die qualitative oder die quantitative Marktforschung und wird online oder telefonisch erhoben? Krämer: „Im nächsten Schritt konzipieren wir oder ein entsprechendes Institut den Fragebogen im Hinblick auf die Zielsetzung.“ Auch setzt das Institut bereits jetzt fest, wie die Daten ausgewertet werden und welche Verfahren für den speziellen Fall infrage kommen.

Datengewinnung.

Ein weites Feld. „Wir stellen uns anschließend die Frage nach der Datengewinnung – welche Art nutzen wir?“, so Krämer. Dazu gehört die Antwort auf die Frage, wie ein Institut die gewählte Zielgruppe am schnellsten und effektivsten erreicht. Da gibt es diverse Möglichkeiten:

  • schriftlich (PAPI – Paper and Pencil Interview)
  • telefonisch (CATI – Computer assistiertes Telefon-Interview)
  • face-to-face (CAPI – Computer assistiertes persönliches Interview)
  • internetbasiert (CAWI – Computer assistiertes Web-Interview)

 „Wir haben uns auf die Onlinebefragung spezialisiert“, so Krämer. „Sie ist kostengünstig für den Kunden und wir erreichen mit ihr in sehr kurzer Zeit viele Personen.“ 

Datenanalyse.

Jetzt geht’s ans Eingemachte. „In diesem Schritt müssen wir die gewonnenen Daten exakt auswerten“, so Krämer. Dafür existieren ganz unterschiedliche Methoden, die das Institut zur Verfügung hat. Sie wollen wissen, für welche Farbe der Kunde bereit ist, zehn Prozent mehr für einen Pullover auszugeben? Mittels der Conjoint-Analyse findet ein Institut dies ganz genau heraus! Oder stellen Sie sich die Frage, ab wann die Produkteigenschaft „salzig“ ihrer Salzstangen zu keinem nennenswerten Effekt für die Gesamtzufriedenheit des Kunden mehr führt? Dann ist die Treiberanalyse das Mittel der Wahl. „Wir bieten viele unterschiedliche Analysemethoden an, sodass wir für jedes Problem die richtige Lösung finden,“ so Krämer.

Dokumentation.

Klarheit statt Datensalat. „In dieser letzten Phase geht es um die Interpretation und Anwendung der erhobenen Daten“, so Krämer. Dem Institut stehen unterschiedliche Wege zur Verfügung, um die Daten aufzubereiten, sei es „ein Tabellenband oder aber ein Schaubildbericht.“ Das finale Dokument enthält die Handlungsempfehlungen und Interpretationen der gewonnenen Daten, auf deren Basis der Kunde seine Marketingentscheidungen treffen sollte. „So findet jeder Kunde den für ihn bestmöglichen Weg, Marketingziele mithilfe der Marktforschung zu erreichen und umzusetzen“, fasst Krämer zusammen.

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Welche Skala ist die richtige für mich?

Gerade versus ungerade Skala

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Die Wahl der optimalen Antwortskala ist eine vieldiskutierte Frage, der wir uns im Folgenden widmen. Wir beschränken uns auf den Unterschied zwischen einer geraden sowie einer ungeraden Skala und erläutern Ihnen die Vor- und Nachteile beider. Ganz allgemein dient eine Ratingskala zunächst einmal dazu, Bewertungen entsprechenden Zahlen bzw. Rängen zuzuordnen. Mit ihrer Hilfe können wir also rangbasierte Aussagen von Teilnehmern erfassen und auswerten. Bei einer Ratingskala ist es notwendig, dass zumindest Anfang und Ende mit einem Text versehen sind, sodass der Befragte überhaupt in der Lage ist, aus der Auswahl der Optionen eine Antwort zu wählen. Zudem nehmen wir bei einer Skala den immer gleich großen Abstand zwischen den einzelnen Bewertungsschritten an. Soweit zu den formalen Aspekten einer jeden Ratingskala.

Finden Sie die optimale Skalenlänge

„Die Wahl der Skalenpunkte ist immer auch abhängig vom Projekt und seinem Anspruch", konstatiert unsere Junior-Projektleiterin Nadine Corleis. "Eine allgemeingültige Aussage die optimale Anzahl betreffend, ist schlichtweg nicht möglich." Allerdings führten zu viele Stufen – beispielsweise eine Zwölferskala - häufiger zu Überforderung der Befragten, da diese Art der Skala zu komplex sei. „Es kommt dann vor, dass die Teilnehmer nicht mehr differenzieren können, ob sie z.B. ein Produkt mit einer sieben oder einer acht bewerten sollen“, so Corleis. Gleichwohl bietet eine Skala mit vielen Stufen die Möglichkeit der feineren Abstufung und besseren Differenzierung (Weiteres zum Thema Konzipierung eines Fragebogens finden Sie übrigens hier.)

Als optimal hätten sich Abstufungen zwischen fünf und sieben erwiesen, so die Junior-Projektleiterin weiter. Nun gilt es „nur noch“, zu wählen, ob man sich für eine gerade oder eine ungerade Skala entscheidet.

Eindeutigkeit erhalten durch die gerade Skala

Die Vorteile einer geraden Skala sind gleichzeitig die Nachteile der ungeraden. Eine gerade Skala bietet eine eindeutige positive bzw. negative Verteilung. Jede Antwort ist somit ausdrücklich zustimmend oder ablehnend. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass eine Antwort erzwungen wird, obgleich ein Befragter evtl. eine weder positive noch negative Meinung hat. Zudem birgt dieser Umstand die Gefahr der wahllosen Falschangabe, da die passende Antwort ja nicht zur Verfügung steht. Ein Lösungsansatz ist es, eine Antwortoption wie „Weiß ich nicht“ oder „Kann ich nicht beurteilen“ einzubauen. Misst man beispielsweise das Markenimage, kommt es nämlich schon vor, dass die Befragten keine Meinung dazu haben, beispielsweise, weil sie ein Unternehmen gar nicht gut genug kennen, um bestimmte Aspekte des Images beurteilen zu können

Dieser Lösungsansatz birgt aber gleichzeitig auch die Gefahr der Falschantwort. „Möchte es sich ein Proband einfach machen, kreuzt er diese Möglichkeit der undifferenzierten Antwort an“, so die Junior-Projektleiterin. Dafür müsse er nicht viel nachdenken und spare Zeit. Zudem werde diese Antwortoption manchmal auch von denjenigen Befragten genutzt, die eigentlich eine Meinung haben, sich jedoch nicht als Experte auf dem Gebiet wahrnehmen und daher eingeschüchtert sind. Auch hier entstünde dann letztlich ein falscher Datensatz. Ob man sich also dazu entschließen sollte, eine alternative Antwortoption in eine gerade Skala einzubauen, hängt vom gesamten Projekt und den daran geknüpften Erwartungen ab. Dies kann Ihnen ein professionelles Institut allerdings beantworten.

Grafik: Die ungerade Skala enthält stets einen neutralen Mittelwert

Pluspunkt ungerade Skala: Befragte können neutrale Antworten geben  

Der geraden Skala steht die ungerade Skala gegenüber. „Hier hat der Befragte stets die Möglichkeit, eine neutrale Antwort anzugeben“, erklärt Corleis. Die ungerade Skala verhindert somit das Erzwingen einer bestimmten Antwort. Gleichzeitig besteht hier natürlich wieder das Problem der Tendenz zur Mitte: Der Befragte vermeidet im schlechtesten Fall extrem positive sowie negative Bewertungen. Zudem erleichtere der „Fluchtpunkt“ den Befragten es, sich in ihre Unsicherheit sowie in ihre Bequemlichkeit zu ergeben und „schnell mal die neutrale Antwort zu wählen“.

Gerade Skala oder ungerade Skala? Die Antwort ist eindeutig

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Entscheiden Sie sich für die Skala, die am besten zu Ihrer Fragestellung passt! Es ist von Fall zu Fall ganz unterschiedlich, welche Ratingskala die optimale ist. Ein Profi sollte Ihren Einzelfall unbedingt genau analysieren und dementsprechend eine gerade Skala oder aber eine ungerade Skala wählen. Denn dann klappt es auch mit den Ergebnissen.

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