Studie: Die Kunden mögen`s unverpackt

Der Trend weg vom Plastikmüll

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Hamburg, 19. April 2018Zahnbürste aus Holz, Müsli im Weck-Glas, Shampoo in Seifenform: In Zeiten von immer größerer Umweltverschmutzung und Plastikmüll wird das Bewusstsein der Bevölkerung geschärft, etwas für die Natur zu tun. Was liegt da näher, als zu versuchen, auf unnütze Einmal-Verpackungen zu verzichten und durch solche zu ersetzen, die der Konsument häufiger verwendet? Diesen Trend haben sich mittlerweile diverse Gründer zu Nutze gemacht und so genannte Unverpackt-Läden eröffnet. Sie setzen auf Nachhaltigkeit, Bio-Qualität und einen bewussten Umgang mit Konsum.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH GmbH geht dieser Sache in seiner repräsentativen Umfrage vom März 2018 auf den Grund. Es hat insgesamt 1.016 Bundesbürger im Alter von 18 bis 69 Jahren online befragt, wie hoch die Akzeptanz solcher Geschäfte ist und welche Gründe es für Zuspruch oder auch Ablehnung selbiger gibt.

Idee vom Unverpackt-Laden begeistert den Großteil der Bevölkerung

Beeindruckendes Ergebnis: Ganze 71 Prozent der Kunden sind begeistert vom Konzept des Unverpackt-Ladens. Gleichwohl haben nur acht Prozent bereits in einem solchen Geschäft eingekauft. „Das Thema birgt somit noch große Möglichkeiten für den Handel“, erläutert Studienleiterin Nadine Corleis. Zumal drei Viertel der Bundesbürger der Verwendung eigener Behältnisse während des Einkaufs offen gegenüberstünden.

Größtes Plus: Vermeidung von Verpackung

Was bewegt die Kunden dazu, in einem Unverpackt-Laden einzukaufen? 73 Prozent gefällt es, dass durch einen solchen Einkauf Verpackungen vermieden werden können und fast genauso viele, 72 Prozent, nennen das Thema Umweltschutz als Grund. Immerhin 27 Prozent gefällt die Vorstellung davon, sich individuelle Zusammenstellungen kaufen zu können, die es sonst nicht im Handel gibt. Ein eher geringerer Teil, 17 Prozent der potenziellen Kunden, gibt an, durch den  Einkauf in einem solchen Geschäft keine Großkonzerne unterstützen zu wollen.  

Angst vor mangelnder Hygiene hält Kunden vom Einkauf ohne Verpackungen ab

Ablehner gibt es immer: Welche Gründe sprechen gegen einen Unverpackt-Laden? 58 Prozent derjenigen, die sich nicht vorstellen können, dort einzukaufen, nennen als Hauptgrund die vermeintlich mangelnde Hygiene. Immer noch 51 Prozent der Verweigerer geben an, dass die fehlende Präsenz sie davon abhielte, in einem Unverpackt-Geschäft einzukaufen. Das hat für den Handel natürlich ein großes Potenzial: „Im Umkehrschluss hieße das ja, dass diese Menschen in einem solchen Laden kaufen würden, wenn sie einen in der Nähe hätten“, schlussfolgert Corleis.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – das gilt auch beim Einkauf

Was wird am liebsten unverpackt gekauft? Obst, Gemüse und Nüsse teilen sich die ersten drei Plätze – kein Wunder, denn diese Lebensmittel können zum Einen gut und sicher transportiert werden und werden zum Anderen bereits von den bekannten Ketten häufig unverpackt angeboten. Die Konsumenten sind es also schon gewohnt. Joghurt und Honig liegen mit jeweils 22 Prozent auf den letzten Rängen. „In diesen Fällen ist es für die Kunden schwer vorstellbar, die Sachen erst im Laden einzupacken“, erläutert Corleis.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-unverpackt-einkaufen

Infografik

Infografik - Unverpackt Einkaufen April 2018

Studie: So beeinflussen Gütesiegel den Endverbraucher

Produkte mit Siegel verleiten die Deutschen eher zum Kauf

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Hamburg, 12. April 2018Sie prangen auf Verpackungen, zieren eine Vielzahl an Produkten und klassifizieren Serviceleistungen: Gütesiegel sind aus dem Handel sowie aus dem Dienstleistungssektor kaum mehr wegzudenken. Der Kunde erhält durch sie Informationen über die Qualität von Konsumgütern und hat so die Möglichkeit, aufgrund dessen seine Kaufentscheidung zu treffen. Für ein Unternehmen kostet so eine Klassifizierung zwar zunächst Geld, sie kann jedoch dann ein Alleinstellungsmerkmal herausfiltern, was die Kaufbereitschaft des Kunden erhöht.

Die Neuauflage der Studie "Gütesiegel Monitor" bietet eine detaillierte Übersicht darüber, welchen Ruf Gütesiegel bei den Verbrauchern haben – sowohl branchen-, siegel- als auch produktübergreifend. Insbesondere vor dem Hintergrund der bereits vor zwei Jahren erhobenen Daten können Unternehmen die Entwicklung siegelspezifischer Schlüsselindikatoren nachvollziehen. Ferner helfen die dadurch gewonnenen neutralen Fakten den Unternehmen dabei, sich für das für sie passendste Gütesiegel zu entscheiden.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat in seiner repräsentativen Studie insgesamt 1.223 Bundesbürger zum Thema „Gütesiegel“ befragt. Dabei ging es um 40 Produkt- und Service-Siegel: Wie vertrauenswürdig sind die Siegel? Welche Auswirkung hat ein bestimmtes Siegel auf die Kaufbereitschaft der Kunden und das Image des Produkts? Können Verbraucher die unterschiedlichen Siegel überhaupt korrekt einordnen? Diese und viele weitere Aspekte untersucht und berücksichtigt der Gütesiegel Monitor 2018.

Gütesiegel steigern in der Regel die Kaufbereitschaft des Kunden

Was nicht verwundert: Die Kaufwahrscheinlichkeit eines Produktes erhöht sich um 5,4 Prozent, sobald es mit einem Siegel ausgezeichnet ist. Studienleiter Thilo Kampffmeyer meint: "Das Marketing leistet hier bereits ganze Arbeit - der Verbraucher schenkt dem Siegel sein Vertrauen." Dabei spielt es zunächst nicht einmal eine Rolle, um welches Siegel es sich handelt. Hat sich der Kunde zuvor nämlich mit diesem auseinandergesetzt, so steigt seine Preisbereitschaft lediglich um 2,7 Prozent. Für Unternehmen bedeutet das im Klartext: Ein Siegel ist besser als kein Siegel.

Bekanntheit von Siegeln: Spitzenreiter sind Stiftung Warentest und Bio-Siegel

Dennoch existieren Siegel, die bei den Bundesbürgern besonderes Vertrauen genießen und einen hohen Bekanntheitsgrad haben: Wie auch bei der letzten Erhebung sind die Spitzenreiter hinsichtlich Bekanntheit nach wie vor die Stiftung Warentest sowie das deutsche staatliche Bio-Siegel. Die Verbraucher schenken also ihr höchstes Vertrauen dem Staat und seinen Kontrollstellen. Mit diesen Ergebnissen einher geht auch der Käuferanteil, der sich für mit diesen Siegeln ausgezeichnete Produkte entschieden hat.

Ohne-Gentechnik-Siegel gewinnt knapp 22 Prozent an Popularität

Der größte Gewinner in Sachen Bekanntheit ist das Ohne-Gentechnik-Siegel mit einem satten Plus von 21,8 Prozent im Vergleich zu 2016. Auch der Käuferanteil stieg, wenn auch nur leicht, um zwei Prozent an. "Ein möglicher Grund für den krassen Anstieg der Popularität des Ohne-Gentechnik-Siegels mag die politische Kontroverse um das Genmais-Verbot und den neuen Gesetzesentwurf diesbezüglich sein", mutmaßt Studienleiter Thilo Kampffmeyer. Das Siegel befasse sich mit einem Thema, das die Verbraucher bewegte.

Gütesiegelvergabe im Vergleich: Bundesbürger misstrauen privaten Testinstituten

Wie bereits erwähnt, genießen etablierte und vom Staat geförderte Siegel unter den Bundesbürgern das größte Vertrauen. Stiftung Warentest, TÜV Rheinland sowie GS (Geprüfte Sicherheit) belegen hier die obersten Ränge. Private Testinstitute und Hersteller-Unternehmen, die ihre Siegel selbst vergeben, betrachten die Deutschen hingegen mit großer Skepsis. Gleichwohl können es die wenigsten Verbraucher einschätzen, welche Art von Institut hinter welchem Siegel steht.

Vom Siegel aufs Produkt geschlossen – Imagetransfer gängig

Dennoch überträgt sich das Image eines Siegels häufig auf das Produkt. Dabei fällt es nicht ins Gewicht, ob dieses Image nun der Realität entspricht oder ob die Bürger es lediglich in ihren Köpfen gebildet haben. Konkretes Beispiel: Erhält ein Haartrockner das TÜV Rheinland Prüfzeichen, so attestieren ihm 83 Prozent der Bundesbürger einen „hohen Sicherheitsstandard“. Ohne Siegel liegt diese Zahl bei lediglich 54 Prozent.

Gütesiegel – nach wie vor Mittel für Unternehmen zur Umsatzsteigerung

Gütesiegel haben also nachweislich und wie bereits 2016 erhoben einen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Bundesbürger sowie auf die Bereitschaft, mehr für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu zahlen. Allerdings kann dies nicht pauschalisiert werden, sondern bedarf einer genauen Untersuchung von Siegel, Kunde und Produkt.

Die vollständige Studie gibt es unter www.splendid-research.com/guetesiegel

Infografik

Infografik - Gütesiegel Monitor 2018

Studie: Sind Parfüms beliebt?

So hoch ist der Anteil an Käufern edler Düfte und Flakons

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Hamburg, 10. April 2018Ein blumiges Bouquet, exklusive Flakons, wohltuende Duftnoten: Die Menschen lieben Parfüms. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Online-Erhebung des Marktforschungsinstituts SPLENDID RESEARCH von März 2018 unter 1.016 Deutschen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Sie geht zudem den Fragen nach, welche Duftessenzen bei den Kunden am beliebtesten und bekanntesten sind und untersucht das Kaufverhalten der Verbraucher, wenn es um Düfte geht.

Parfümerien und Drogerien können sich freuen: Sieben von zehn Bundesbürgern sprühen sich regelmäßig mit ihrem Lieblingsduft ein. Klar ist dabei auch: Einen Duft muss man riechen, bevor er in die Einkaufstüte wandert. Der Großteil der Kundschaft bezieht seinen Duft daher im Ladengeschäft. 71 Prozent der Kunden geben eine Filiale als ihren Lieblingsort für den Parfümkauf an. Online-Shops stehen hingegen bei lediglich 22 Prozent der Parfümkäufer an erster Stelle.

Eine Flasche Parfüm lassen sich die Kunden 40 Euro kosten

Der regelmäßige Gebrauch von Parfüms ist unter den Bundesbürgern insgesamt stark verbreitet – lediglich 30 Prozent verzichten darauf, sich regelmäßig mit dem Duft ihrer Wahl einzusprühen. Gleichwohl sind die Deutschen eher sparsam, wenn es um den Preis ihres Lieblingsdufts geht: Die durchschnittlichen Ausgaben für einen Flakon liegen mit 40 Euro im niedrigen bis mittleren Preissegment.

Fünf Jahre – ein Duft: Beim Parfüm gilt Beständigkeit

Parfümträger sind aber nicht nur bescheiden, wenn es um ihren Duft geht, sondern auch beständig: Ganze fünf Jahre nutzen sie ein und denselben Duft. „Das ist bemerkenswert, gerade im Hinblick auf die große Zahl an regelmäßig erscheinenden, neuen Kreationen“, findet Studienleiterin Carina Krämer. „Die Kunden stehen demnach auf Altbewährtes.“

Klassiker Chanel No.5 liegt bei Parfümfans ganz vorn

Die Zahlen von Bekanntheit und Beliebtheit bestimmter Düfte untermauern diese These: Chanel No. 5 ist nach wie vor der Klassiker schlechthin. Das von Coco Chanel entwickelte Pariser Parfüm feiert bald sein 100-jähriges Bestehen und ist unter den Damendüften der bekannteste und auch der beliebteste Duft. 78 Prozent der Bundesbürger kennen ihn und unter den Top Ten in Sachen Beliebtheit liegt er auf Platz eins. Unter den Parfüms der Herrenwelt hat sich übrigens Hugo Boss den ersten Platz gesichert. 

Populäres Präsent: Parfüms sind das Mittel der Wahl

Geburtstag, Ostern, Weihnachten - Parfüms sind nach wie vor ein Geschenke-Klassiker. 78 Prozent der Bundesbürger haben schon mal einen Duft verschenkt. Dabei sind die Deutschen etwas großzügiger als beim Eigenbedarf: Durchschnittlich 45 Euro zahlen die Schenker für ein Parfüm. Männer verschenken Parfüm übrigens häufiger als Frauen; diese kaufen es am liebsten für sich selbst.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-parfuem

Infografik

Infografik - Parfüm April 2018

Studie: Podcasts erreichen 2018 Mitte der Gesellschaft

Repräsentative Studie zur Podcast-Nutzung in Deutschland

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Hamburg, 07. März 2018Fast jeder dritte Deutsche greift mittlerweile regelmäßig auf kostenlose On-Demand-Sendungen zu. Vor allem Wissens- und Nachrichtenformate haben es Zuhörern und Zuschauern angetan. Das hat eine aktuelle, repräsentative Studie zum Podcast-Nutzungsverhalten der Deutschen herausgefunden.

Das Hamburger Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Januar 2018 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.022 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zur Nutzung von Podcasts befragt. Untersucht wurde dabei unter anderem, welche Sendungen am häufigsten angesehen oder angehört werden, welche Geräte dazu verwendet werden und wie die Hörer mit Werbung umgehen.

Seit über zehn Jahren schon können Nutzer viele Audio- und Videosendungen on demand abrufen – wann und wo sie wollen und meistens sogar kostenlos. Doch erst seit etwa 2016 zeichnet sich ein Trend zur breiteren Nutzung des Mediums Podcast ab. Dieser hat sich offenbar deutlich verstärkt und die Mitte der Gesellschaft erreicht, denn mittlerweile beziehen 31 Prozent der Bundesbürger regelmäßig On-Demand-Inhalte über Podcastanbieter. Die größte Zielgruppe sind Männer zwischen 18 und 29 Jahren: Sie hören Podcasts häufiger als jede andere Gruppe.

Die beliebtesten Formate sind Nachrichten, die 43 Prozent der Podcast-Hörer im Medium verfolgen, sowie Unterhaltungs- und Musiksendungen, die 41 Prozent respektive 40 Prozent gefallen. Unter den zehn populärsten Podcasts finden sich allerdings neben Tagesschau, Tatort und der Satiresendung Extra 3 gleich sieben Wissenssendungen. Bei den meistabonnierten Podcasts dominieren die öffentlich-rechtlichen Formate: In den Top 10 landen ebenfalls nicht weniger als sieben Produktionen von ARD, ZDF und den Dritten Programmen. Bemerkenswert: Wie in anderen Zuschauerstudien zeigt sich auch hier, dass die Sendung mit der Maus offenbar nicht nur Kinder als Publikum hat. Im Ranking der meistabonnierten Sendungen landet die Show mit dem orangen Nager gleich hinter Tagesschau und Quarks und Co auf Platz drei.

Das Smartphone wird von knapp zwei Drittel der Podcast-Konsumenten für das Streaming der Sendungen genutzt, einen Laptop verwendet nur noch etwa die Hälfte. Offenbar überzeugt die einfache Transportierbarkeit der Mobilgeräte auch zu Hause, denn 31 Prozent der Nutzer geben an, Podcasts am häufigsten neben anderen Tätigkeiten im Haushalt wie Essen, Putzen oder Heimwerken zu abzuspielen. Ein Viertel schenkt den Sendungen seine ungeteilte Aufmerksamkeit, während jeweils jeder Siebte sie vorwiegend auf dem Arbeitsweg oder zum Einschlafen hört. Bei der optimalen Dauer einer Podcast-Folge teilen sich die Bundesbürger in zwei Lager: Während 45 Prozent eine Länge von maximal 20 Minuten präferieren, sind 37 Prozent eher für Episoden von 30 Minuten oder mehr zu begeistern.

Podcasts bergen ein erhebliches Marketingpotenzial, denn sie inspirieren ihr Publikum in vielen Fällen dazu, etwas Neues zu tun. So geben 41 Prozent der Hörerschaft an, durch einen Podcast den Wunsch verspürt zu haben, ein neues Produkt auszuprobieren, 37 Prozent wollten eine neue Fähigkeit erwerben und 28 Prozent ein neues Hobby beginnen. Wirksam ist dabei sowohl Content Marketing als auch klassische Werbung: Ein Drittel der Hörer hat sich schon einmal über Produkte oder Unternehmen informiert, nachdem diese in einem Podcast besprochen wurden, ebenfalls ein Drittel gibt an, dies nach einem Werbespot in einem Podcast getan zu haben.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-podcasts

Infografik

Infografik - Trendmedium Podcasts März 2018

Studie: Augmented Reality hat hohe Relevanz für stationären Einzelhandel

Neue digitale Möglichkeiten wollen genutzt werden: Welche Chancen bietet Augmented Reality?

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Hamburg, 02. März 2018 Die Zukunft ist jetzt: Augmented Reality (AR) wird im Einzelhandel zunehmend wichtiger. Unter AR versteht man die Erweiterung der Realität um computergestützte Informationen in Echtzeit. Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH geht in seiner aktuellen repräsentativen Erhebung der Frage nach, wie der stationäre Handel dem Abwanderungstrend hin zum Online-Handel mit Hilfe von Augmented Reality entgegenwirken kann.

In allen Bereichen schreitet sie konstant voran – die Digitalisierung. Dies bekommt auch der klassische Einzelhandel immer deutlicher zu spüren. Zahlreiche Studien belegen den Trend weg vom Einkauf im Geschäft hin zur Online-Bestellung. Doch wie kann der stationäre Handel dem entgegenwirken? Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Augmented Reality, einer Form der so genannten Mixed Reality. In der Regel sind dabei keine kostspieligen Technologien notwendig, da der Kunde sein Smartphone direkt mit an den Point of Sale bringt und somit das notwendige Equipment bereits dabei hat. Die Realitätswahrnehmung wird bei der AR durch computergestützte Informationen erweitert. Im Einzelhandel können dies das Anzeigen von Produktinformationen, Angebote, Produktempfehlungen oder die Navigation durch das Geschäft sein. Eine spezielle Form der Augmented Reality ist der AR-Spiegel, durch den sich der Kunde selbst sehen und Schmuck oder Kleidung testen kann.

Im Zeitraum von November bis Dezember 2017 hat das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH repräsentativ 1.008 Deutsche im Alter von 18 bis 69 Jahren online zum Thema AR befragt. Dabei ging es zum Einen um die Bekanntheit sowie um die generelle Bereitschaft, AR im Alltag zu nutzen und zum Anderen darum, welche AR-Funktionen dem Kunden einen Mehrwert bieten.

Interesse vom Kunden an AR ist generell hoch

Was sich der Einzelhandel hinter die Ohren schreiben sollte: Es herrscht unter den Kunden eine hohe Bereitschaft, Augmented Reality zu nutzen. 88,8 Prozent der Menschen, die AR schon einmal verwendet haben, würden dies erneut tun. Auch das Interesse von jenen, die noch nie in Berührung mit AR gekommen sind, ist relativ hoch und liegt immerhin bei 47,7 Prozent. „Die Zahlen sprechen für eine hohe Weiternutzungsrate von AR“, bilanziert Studienleiterin Julia Charlotte Bungeroth.

Als Gründe für die Nutzung nennen die Verbraucher „Unterstützung im Alltag“ sowie ein hohes „Interesse an Technik“. Doch auch die Gründe, die laut der Kunden gegen eine Nutzung sprechen, geben Aufschluss über mögliche Handlungswege: Die Ablehner bevorzugen eine persönliche Beratung und sehen keinen Mehrwert in der Nutzung von AR. „Marketingmaßnahmen, die dem Kunden die Verwendung von AR näherbringen, könnten Abhilfe schaffen“, so Bungeroth.

Nutzer priorisieren simple Handhabung von Augmented Reality

Noch gibt es Einiges zu tun im Bereich der Augmented Reality: Da steht zunächst einmal die Frage nach einer entsprechenden App im Vordergrund. Von den Nutzern geben 77,2 Prozent an, eine universelle App einer spezifischen App für jedes einzelne Geschäft vorzuziehen. So hat der Kunde alles auf einer Anwendung und muss sich lediglich eine Applikation herunterladen. Das vereinfacht den Gesamtprozess enorm und erhöht die Bereitschaft, AR auch tatsächlich zu nutzen.

Kunden wünschen sich von AR vornehmlich Produktinformationen

Augmented Reality bietet dem Einzelhandel eine Vielzahl an Möglichkeiten. Doch welches sind diejenigen, die der Kunde sich wünscht? Naheliegend: Vier von fünf Kunden erhoffen sich durch die Nutzung von AR reine Produktinformationen. Von jenen möchten 94,6 Prozent den Produktpreis sehen, 69,2 Prozent möchten über die Verwendung des Produkts informiert werden und knapp sechzig Prozent wünschen sich Informationen zu Material sowie zu Inhaltsstoffen der Produkte. Immer noch knapp dreißig Prozent haben Interesse an Produktempfehlungen. „Hier herrscht ein hohes Cross-Selling-Potential, das der Einzelhandel sich zu Nutze machen kann und sollte“, schlussfolgert Bungeroth.

Umsatzsteigerung durch AR möglich

Welche Branchen eignen sich besonders für die Nutzung von Augmented Reality? 55,3 Prozent der Kunden gaben an, dass sie sich eine Nutzung von AR im Lebensmittel-Einzelhandel vorstellen können. Hier könnten ganze 5,44 Mrd. Euro Netto-Umsatz pro Jahr mehr erwirtschaftet werden unter der Prämisse, dass dem Nutzer durch AR ein verbessertes Einkaufserlebnis geboten wird. Fast ebenso viele potentielle Nutzer existieren für Bekleidungsgeschäfte, die mit 53,8 Prozent Platz zwei belegen. „Einzelhändler, die Augmented Reality nutzen, sind derzeit noch Pioniere auf dem Gebiet und können durch die Neuartigkeit der Technik auch andere Zielgruppen anlocken. Geeignete AR-Funktionen können dazu beitragen, den Umsatz zu steigern und den Einzelhandel zu stärken“, so Bungeroth. Der Einzelhandel selbst hat dabei die Aufgabe, einen echten Mehrwert durch AR zu generieren und eine möglichst nutzerfreundliche Anwendung sicherzustellen.

Die vollständige Studie gibt es unter www.splendid-research.com/augmented-reality-einzelhandel

Infografik

Infografik - Augmented Reality Monitor 2018

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