Studie: Mehr als die Hälfte für Bedingungsloses Grundeinkommen

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.024 Deutschen zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen

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Hamburg, 23. November 2017Eine aktuelle repräsentative Studie zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen einer Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens positiv gegenübersteht. Allerdings gibt es gegenüber der Einführung auch Bedenken. Bei einem Grundeinkommen von 1.000 Euro im Monat würde fast jeder zehnte Beschäftigte nicht mehr arbeiten gehen.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Oktober und November 2017 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.024 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen befragt. Untersucht wurde unter anderem, wie bekannt das Konzept in der Bevölkerung ist, wie die Deutschen einer Einführung gegenüberstehen, welcher Betrag hierfür als angemessen empfunden wird und ob man weiterhin erwerbstätig bleiben würde.

Zwei Dritteln der Deutschen ist das Bedingungslose Grundeinkommen ein Begriff. Im Durchschnitt befürwortet eine Mehrheit von 58 Prozent der Bundesbürger nach dem Lesen einer Definition seine Einführung. Dabei zeigt sich, wie stark politische Willensbildung vom Kontext abhängig ist: Wenn in der Definition die Vorteile überwiegen, stimmen 64 Prozent der Deutschen für das Konzept. Überwiegen die Nachteile, sind es hingegen nur 46 Prozent. Der angemessene Betrag für ein Bedingungsloses Grundeinkommen liegt für die Deutschen bei durchschnittlich 1.137 Euro monatlich. Dabei spielt offenbar auch das individuelle Gerechtigkeitsempfinden eine Rolle. Personen, die die Welt für eher gerecht halten, schlagen einen Betrag von 1.093 Euro vor, während Menschen, die die Welt für eher ungerecht halten, 1.239 Euro als angemessen einstufen.

Mit der Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens wären gravierende Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt verbunden. Je nach Höhe des monatlichen Geldbetrags würden bis zu 38 Prozent der Beschäftigten in Deutschland den Beruf oder den Arbeitgeber wechseln, ihre Stundenzahl reduzieren oder sogar überhaupt nicht mehr arbeiten. Von den Berufstätigen mit einer abgeschlossenen Lehre würde ein Viertel erwägen, die Berufstätigkeit vollständig an den Nagel zu hängen. Unter Akademikern hingegen würde nur jeder Fünfte darüber nachdenken, überhaupt nicht mehr zu arbeiten. „Damit könnte sich durch die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland der Fachkräftemangel in bestimmten Berufen vergrößern“, bilanziert Studienleiterin Nadine Corleis von SPLENDID RESEARCH.

Insgesamt denken die Deutschen schlechter über ihre Mitbürger als über sich selbst: Während bei einem Grundeinkommen von 1.000 Euro pro Monat neun Prozent von sich selbst sagen, dass sie definitiv nicht mehr arbeiten würden, erwarten sie dies von durchschnittlich 28 Prozent der anderen Beschäftigten. Teilzeitarbeit und die unterschiedliche Bezahlung der Geschlechter machen sich auch beim Bedingungslosen Grundeinkommen bemerkbar: Frauen würden durchschnittlich bereits ab einem Betrag von 1.477 Euro aufhören zu arbeiten, Männer hingegen würden erst ab 1.830 Euro kündigen.

Einen positiven Effekt könnte das Bedingungslose Grundeinkommen auf das lokale Engagement in Deutschland haben. Gut ein Drittel der Bundesbürger kann sich vorstellen, bei staatlicher Unterstützung in eine Region mit billigen Mieten und niedrigen Preisen zu ziehen und dort ehrenamtlich zu arbeiten oder ein Unternehmen zu gründen. „Dies könnte zu einem Aufschwung in Regionen führen, die in den letzten Jahren eine starke Abwanderung verzeichneten“, führt Corleis weiter aus.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-bedingungsloses-grundeinkommen

Infografik

Infografik - Bedingungsloses Grundeinkommen 2017

Studie: Elektronische Gesundheitsakte hat erhebliches Potenzial

Repräsentative Studie unter 1.023 Deutschen liefert erstmals Einblick in Akzeptanz, Bedenken und Erwartungen gegenüber elektronischen Gesundheitsakten

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Hamburg, 7. November 2017Mit der elektronischen Gesundheitsakte können Patienten und Ärzte in Zukunft alle Informationen zum Gesundheitszustand einer Person bündeln. Diagnosen werden dadurch genauer und gleichzeitig transparenter. Eine aktuelle Studie zeigt nun erstmals detailliert: Die Mehrheit der Deutschen würde die elektronische Gesundheitsakte nutzen, hat aber auch klare Erwartungen an Funktionen und Datenschutz.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im August 2017 1.023 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema elektronische Gesundheitsakte befragt. Untersucht wurden das Gesundheitsverhalten, allgemeine Einstellungen zum Datenschutz sowie Akzeptanz, Bedenken und Erwartungen gegenüber der Einführung elektronischer Gesundheitsakten.

Die Mehrheit der Deutschen ist grundsätzlich bereit, eine elektronische Gesundheitsakte anzulegen: 56 Prozent der Bundesbürger sind an einer Nutzung interessiert, nur zehn Prozent schließen die Zusammenführung ihrer Gesundheitsdaten in elektronischer Form aus. Das verbleibende Drittel ist unentschlossen und muss Vor- und Nachteile erst noch abwägen.

Im Hinblick auf Funktionsumfang und Einbindung der im Gesundheitssystem beteiligten Akteure haben die Bundesbürger klare Vorstellungen: Ganz oben in der Gunst der Deutschen stehen jene Funktionen, die den Nutzern eine Zeit- und Aufwandsersparnis versprechen. Am stärksten werden dabei die Notfalldatenfunktion und der elektronische Impfpass nachgefragt. Gleichzeitig erwarten 60 Prozent der Deutschen eine automatisierte Übertragung der Gesundheits- und Behandlungsdaten sowie die flächendeckende Einbindung von Ärzten, Krankenkassen und Apotheken.

Unabhängig vom persönlichen Nutzungsinteresse attestierte die Mehrheit der Deutschen der elektronischen Gesundheitsakte einen positiven Einfluss auf Behandlungsverlauf und Gesundheitsverhalten: Fast zwei Drittel bewerten den generellen Einfluss auf ärztliche Behandlungen als positiv. Drei von vier Personen geben zudem an, die elektronische Gesundheitsakte könne im Notfall den behandelnden Ärzten wertvolle Informationen bereitstellen und immerhin noch die Hälfte erhofft sich zudem eine Erhöhung der Behandlungssicherheit durch die umfassende Verfügbarkeit medizinischer Informationen. Zudem sieht die Hälfte der Deutschen durch die elektronische Gesundheitsakte das eigene Gesundheitsverhalten, z.B. durch häufigeres Blutdruckmessen, unterstützt. Immerhin noch 45 Prozent fühlen sich dadurch besser in der Lage, mit Ihrem Arzt über Beschwerden und Erkrankungen zu sprechen.

Die Bevölkerung hat allerdings auch Sorgen und Befürchtungen in Bezug auf die elektronische Gesundheitsakte: Sechs von zehn Deutsche sehen sowohl die Gefahr des gläsernen Bürgers als auch das Potenzial des Missbrauchs durch Kriminelle. Auch die informationelle Selbstbestimmung wird im Rahmen der Nutzung als überaus wichtig erachtet: Acht von zehn Personen geben an, zu jeder Zeit die Kontrolle über den Inhalt der gespeicherten Daten besitzen zu wollen.

"Insofern wird es eine Hauptaufgabe sein, eine automatisierte, von allen Beteiligten einfach zu verwendende Plattform zu schaffen und gleichzeitig den Schutz der gespeicherten Daten glaubhaft zu vermitteln", so Thilo Kampffmeyer, Studienleiter bei SPLENDID RESEARCH. "Erst dann steht die Mehrheit der Deutschen für eine Nutzung bereit", führt Kampffmeyer weiter aus.

Die vollständige Studie gibt es unter www.splendid-research.com/elektronische-gesundheitsakte

Infografik

Infografik - Elektronische Gesundheitsakte

Studie: Jeder vierte Deutsche ist ein Serienjunkie

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.031 Deutschen zum Thema Serien

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Hamburg, 12. Oktober 201728 Prozent der Deutschen schauen täglich oder fast täglich Serien. Dies hat eine aktuelle repräsentative Studie jetzt aufgedeckt. Zwar dominieren TV-Sender mit 69 Prozent Nutzern die Serienlandschaft, jedoch hat bereits jeder Fünfte illegal online gestreamt.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im September 2017 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.031 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema Serien befragt. Untersucht wurde unter anderem, wie häufig Serien geschaut werden, welche der Fortsetzungsgeschichten besonders beliebt sind und über welche Kanäle sie angeschaut werden.

Mehr als jeder vierte Deutsche ist dabei offenbar ein Serienjunkie, denn 28 Prozent der Bundesbürger schauen nahezu täglich Serien im TV oder bei Online-Streamingdiensten. Allerdings verzichten ebenso viele Deutsche fast komplett auf das Unterhaltungsformat und schauen nur wenige oder keine Episoden. Die Fortsetzungsgeschichten ziehen Frauen stärker in ihren Bann, denn das weibliche Geschlecht schaut mit durchschnittlich vier Tagen pro Woche einen ganzen Tag mehr Serien als die Männer. Wenig verwunderlich ist, dass insbesondere die jüngeren Generationen mit vier Tagen in der Woche häufiger Serien ansehen als Personen ab 50 Jahren, die einen Tag in der Woche weniger damit beschäftigt sind.

Deutsche Serienliebhaber nutzen in der Regel mehrere Möglichkeiten, die Produktionen anzusehen. Das freie Fernsehen ist hier die beliebteste Bezugsquelle, denn 69 Prozent der Seriengucker schauen die Formate der klassischen TV-Sender. Amazon Video, das zunächst nicht so bekannt für Serien war wie seine Konkurrenten, hat Netflix und die anderen Video-on-Demand-Anbieter mittlerweile überholt: Mehr als jeder vierte Serienzuschauer nutzt die Plattform, um Serien zu schauen. Netflix (21 Prozent), Sky (15 Prozent) und maxdome (6 Prozent) liegen im Ranking dahinter. Bei der Generation Y hat allerdings Netflix klar die Nase vorn, denn 52 Prozent der 18-29-Jährigen schauen regelmäßig Inhalte des Portals an. Durchschnittlich geben die deutschen Serienzuschauer monatlich 7,89 Euro für ihr Entertainment aus, was in etwa der monatlichen Grundgebühr eines Streaming-Dienstes entspricht.

Am häufigsten gesehen werden Serien, die im freien Fernsehen laufen. Den Spitzenwert erreicht die US-Sitcom „Two and a Half Men“, von der 37 Prozent der Deutschen zwei oder mehr Folgen gesehen haben, gefolgt von „Akte X“ und „Big Bang Theory“, die jeweils von 35 Prozent angeschaut wurden. Wenn es um die absolute Lieblingsserie geht, liegt für knapp 10 Prozent der Serienjunkies „Game of Thrones“ auf Platz eins, gefolgt von „Navy CIS“ (9 Prozent) und „The Walking Dead“ (7 Prozent). Die größten Serienjunkies sind die Fans von „Dexter“ und „Mad Men“, denn deren Fans können an nur einem Tag der Woche auf die tägliche Seriendosis verzichten.

18 Prozent der Deutschen haben schon einmal über das Internet eine eigentlich kostenpflichtige Serie illegal bezogen. Jeder fünfte Mann und immerhin jede siebte Frau bekennt sich zum Regelverstoß. Paradox ist, dass mehr als die Hälfte der 18-29-Jährigen bereits das Gesetz gebrochen haben, um Serien zu beziehen, obwohl sie im Monat mit durchschnittlich 12,32 Euro auch am meisten Geld für das Serienvergnügen ausgeben. „Möglicherweise liegt die Neigung zum illegalen Streaming hier auch an der späteren Verfügbarkeit von bestimmten Serien in Deutschland“, so Lucie Dieterich, Studienleiterin bei SPLENDID RESEACH. Die hohe Streaming-Affinität bei der jüngeren Generation ist eine Ausnahmeerscheinung. Die älteren Serienschauer ziehen aufgrund vorprägend technischer Gegebenheiten das freie Fernsehen und den digitalen Speicher Netflix und Co. klar vor. „Besonders in den älteren Zielgruppen besteht also mit Hilfe von vereinfachten Zugangsmöglichkeiten weiteres Ausbaupotenzial für die On-Demand-Plattformen“, führt Dieterich weiter aus.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-serien

Infografik

Infografik - Serienguide 2017

Studie: Die Mehrheit der Deutschen liest regelmäßig

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.031 Deutschen zu Büchern und Lesen

4.3/5 Bewertung (11 Stimmen)

Hamburg, 05. Oktober 201761 Prozent der Deutschen lesen regelmäßig Bücher, nur jeder Achte liest nie. Dies hat jetzt eine aktuelle repräsentative Studie herausgefunden. Das klassische Papierbuch bekommt immer stärkere Konkurrenz durch E-Books und Hörbücher.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im September 2017 1.031 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zu Leseverhalten und Büchervorlieben befragt. Die Studie untersuchte, wie häufig gelesen wird, welche Genres am beliebtesten sind und wie weit Papierbücher, E-Books und Hörbücher verbreitet sind. Darüber hinaus wurde erhoben, welche Bezugsquellen für Bücher die Verbraucher nutzen und anhand welcher Kriterien sie ihre Literaturauswahl treffen.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Buch nicht tot. 61 Prozent der Deutschen schmökern regelmäßig in Belletristik oder Sachbüchern, nur eine Minderheit von 13 Prozent liest überhaupt nicht. Allerdings ist ein Abwärtstrend zu erkennen: während bei den 50-59-Jährigen 28 Prozent täglich oder fast täglich lesen, sind es bei den 18-29-Jährigen nur noch 15 Prozent. Des Weiteren zeigt sich ein klares Einkommensgefälle: Während über die Hälfte der Geringverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.100 Euro selten oder nie nur zum Buch greift, trifft dies nur auf ein knappes Drittel der Personen in den Einkommensklassen ab 4.000 Euro zu.

Am beliebtesten ist das Genre Krimi, für das sich 50 Prozent der Leser begeistern können, gefolgt vom Thriller, den sich 46 Prozent gerne zu Gemüte führen. Auf Platz drei folgt mit dem Ratgeber die beliebteste Sachbuchkategorie, die 32 Prozent der Deutschen gerne lesen. Dahinter offenbaren sich im Ranking deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während Frauen gerne zum Liebes- und zum Historischen Roman greifen, stehen bei Männern Sachbücher zu Wissenschaft und Technik sowie zu Politik und Zeitgeschichte an vierter und fünfter Stelle.

Das Papierbuch bekommt dabei zunehmend Konkurrenz durch E-Books und Hörbücher. Neun von zehn Lesern nutzen zwar nach wie vor das klassische Druckerzeugnis, allerdings laden sich auch zwei von fünf Bücherfans E-Books herunter und fast jeder Vierte spielt Hörbücher ab. Die Audio-Literatur spricht vor allem die Mittzwanziger an, von denen ein gutes Drittel seinen Lesestoff anhört. E-Books sind vor allem in den höheren Einkommensklassen beliebt, hier nutzt fast die Hälfte die elektronische Lese-Option.

Der Online-Handel hat die stationäre Buchhandlung als wichtigste Bezugsquelle für Bücher abgelöst, allerdings werden beide Kanäle noch nahezu parallel genutzt. 76 Prozent der Verbraucher bestellen Lesestoff im Internet und 67 Prozent suchen dafür ein Fachgeschäft in der Stadt auf. Dabei spielen offenbar nicht die besseren Online-Vermarktungsmöglichkeiten die Hauptrolle, denn das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Literaturauswahl ist für 43 Prozent immer noch die Inhaltsbeschreibung auf dem Buch. Auf die Empfehlungen und Bewertungen im Online-Handel vertrauen 27 Prozent der Leser, die Ratschläge von Buchhändlern und Bibliothekaren ziehen nur 24 Prozent in Betracht. „Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, muss der stationäre Buchhandel seinen Kompetenz- und Beratungsvorteil besser ausspielen“, so Studienleiter Kolja Turkiewicz von SPLENDID RESEARCH.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-buecher

Infografik

Infografik - Büchermonitor 2017

Studie: Die Vielfalt macht das deutsche Bier aus

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.031 Deutschen zum Thema Bier

4.9/5 Bewertung (12 Stimmen)

Hamburg, 26. September 2017Trotz rückläufigen Bierkonsums schmeckt sieben von zehn Deutschen der Gerstensaft gut oder sehr gut, wie eine aktuelle repräsentative Studie jetzt zeigt. Handwerklich gebrautes Craft-Bier ist insbesondere bei jungen Männern mit höherem Einkommen zunehmend beliebt.

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im September 2017 1.031 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zu ihrem Bierkonsum befragt. Untersucht wurde, wie gerne und häufig die Bundesbürger Bier trinken sowie welche Sorten und Marken ihnen schmecken. Daneben wurde erhoben, wie bekannt und wie verbreitet handwerklich hergestelltes Craft-Bier aus kleinen Brauereien ist.

Deutschland ist nach wie vor ein Land der Biertrinker: Jeweils einem guten Drittel der Erwachsenen schmecken Hopfen und Malz gut oder sehr gut. Über die Hälfte der volljährigen Bundesbürger trinkt mindestens zweimal pro Woche Bier. Am häufigsten wird zum Pils gegriffen, denn die untergärige Brauart schmeckt immerhin 57 Prozent der Biertrinker. Auf Platz zwei folgen Bier-Mixgetränke wie Radler, die der Hälfte der Deutschen munden. Platz drei belegt mit 46 Prozent das Weizen-Bier. Während im Norden jeder Siebte an vier Tagen in der Woche Bier trinkt, ist es im Süden Deutschlands sogar jeder Vierte.

Bei den Brauereien gibt es keine klaren Präferenzen. Keine der 30 getesteten Marken überzeugt die Mehrheit der Biertrinker. Das absolute Lieblingsbier ist für 14 Prozent der Deutschen die Marke Beck‘s. Im Westen der Republik führt Krombacher mit 12 Prozent, während es die Münchener Traditionsbrauerei Augustiner im Süden mit 13 Prozent auf einen hervorragenden zweiten Platz schafft.

Konkurrenz bekommen die etablierten Brauereien in den letzten Jahren zunehmend durch kleine, handwerklich arbeitende Betriebe, die hochwertige Biere mit mehr Eigengeschmack produzieren – sogenanntes Craft-Bier. 42 Prozent der Deutschen wissen, was Craft-Bier ist, nach Durchlesen der Definition sind sich sogar 44 Prozent sicher, schon einmal ein Craft-Bier getrunken zu haben. Dieser Anteil steigt bei den 18-29-jährigen auf 56 Prozent, bei Männern auf 53 Prozent und ab 4.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen auf 60 Prozent.

Biertrinker sind in Deutschland also nicht vom Aussterben bedroht. Brauereien, die sich geschmacklich hervortun, wie die jungen Craft-Bier-Hersteller, aber auch Traditionsmarken wie Rothaus, Augustiner oder Früh Kölsch stoßen auf eine junge, zahlungskräftige Zielgruppe. Auf der anderen Seite finden auch die großen Industriebiere nach wie vor ihr Publikum. „Verlierer könnten mittelgroße Marken sein, die weder über das Werbevolumen noch über die Differenzierung verfügen, um mitzuhalten“, erläutert Studienleiter Daniel Althaus von SPLENDID RESEARCH.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-bier

Infografik

Infografik - Bieratlas 2017

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